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Donnerstag, 16. April 2026

Künstler aus Mögelin sprühte „Stadt der Optik“ auf Rathausgiebel 

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Stadt der Optik-Graffito (12)
Vor dem Ostgiebel des Rathauses in Rathenow: Künstler Marco Brzozowski und sein „Stadt der Optik“-Graffito, das er am 10. März übergab. Foto: Simone Weber

Im Auftrag der Optikstadt Rathenow hat ihr der Mögeliner Graffitikünstler Marco Brzozowski einen riesigen Blickfänger verschafft. Offizielle Übergabe war an einem Jubiläumstag.

​Der 10. März 1801 ging als der Tag in die Geschichte ein, an dem Johann Heinrich August Duncker die optische Industrie begründete. Die Rathenower Entwicklung zur „Stadt der Optik“ geht auf den Unternehmer vom Kirchberg zurück. 225 Jahre nach Geburt der Branche wollten rund 200 Leute – bei Kaffee und Kuchen – sehen, was Marco Brzozowski auf den Giebel des Rathauses gesprüht hat.  

​Die Idee zur künstlerischen Gestaltung geht auf Katrin Rentmeister aus dem Sport-/Kulturamt zurück. Vor rund anderthalb Jahren gab es erste Gespräche mit Brzozowski. Er legte mehrere Motiventwürfe vor. „Vier sollen demnächst gerahmt und handsigniert versteigert werden“, wie Bürgermeister Jörg Zietemann vor Ort angekündigt hat. 

„Die Stadt hat mir keine Vorgaben gemacht“, so der Künstler, lediglich das Kernthema „Stadt der Optik“. „Dafür und für den Mut, sich für so einen farbenfrohen Entwurf entschieden zu haben, danke ich der Stadt“, so Brzozowski vor dem Giebel. „Von Weitem gesehen wirken zunächst die kräftig leuchtenden Spektralfarben im Wand füllenden Schriftzug. Etwas näher dran erkennt man die Glaselemente und ganz nah davor die einzelnen, in Glas gefassten, Details. Glas gehört zur DNA der Optikstadt. Dies wollte ich mit Spiegelungen und Brechungen herausheben“, wie er erläuterte.

In einem verblüffenden 3-D-Effekt scheinen die Buchstaben des Schriftzugs „Stadt der Optik“ und andere Elemente, wie eine Duncker-Brille, aus der Rathaus-Fassade herauszuragen. In den farblich gestalteten Buchstaben spiegeln sich Bauwerke der Stadt und anderes wider: wie Duncker selbst, Bismarckturm, Kurfürstendenkmal sowie Optikpark, Kulturzentrum, Schleusenspucker und Brachymedialfernrohr. Die Bauwerke würden eine Brücke schlagen von der Stadtgeschichte zum heutigen Stadtbild, so Brzozowski weiter. Nach der feierlichen Übergabe standen immer wieder Gäste dicht vor dem riesigen Graffito, um Details zu identifizieren.

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