Die Dandys seit 30 Jahren – Bandleader und Keyboarder Hartmut Hübener aus Milow schon seit 1982 musikalisch unterwegs
Jubiläum: 30 Jahre die Dandys, und sie wollen Danke sagen – bei einem Konzert am 19. September 2026 im Kulturzentrum Rathenow. Wer sie seit 1996 begleitet hat, sollte diesen Abend nicht verpassen. Und wer sie bisher noch nie live erlebte, erhält jetzt die vielleicht schönste Gelegenheit dazu.
Musik, Emotionen, Erinnerungen, Humor, Gänsehautmomente und jede Menge Party – die Dandys fiebern ihrem großen Jubiläumskonzert entgegen. Seit 30 Jahren sind sie in einer Branche unterwegs, die sich ebenso verändert hat wie die Menschen selbst und ihre musikalischen Vorlieben. Am Anfang der Bandgeschichte stehen Hartmut und Antje Hübener sowie Lutz Zander.
Für Bandleader Hartmut Hübener hatte die musikalische Reise allerdings schon viele Jahre früher begonnen: „Ich stehe bereits seit 1982 regelmäßig auf den Bühnen der Region. Damals brauchten wir gar nicht weit zu reisen. Es gab so viele Feste in unserer Heimat, dass wir fast jedes Wochenende – freitags und samstags – unterwegs waren“, wie sich der Milower erinnert. Aus dem Solo- wurde 1996 ein Gruppenprojekt.
Mit den Jahren entwickelte sich aus der kleinen Formation eine feste Größe in der regionalen Musikszene. 1998 verstärkten Gitarrist Ralf Jenditzki aus Brandenburg/Havel und Sängerin Karina Köhler die Band. Aus beruflichen Gründen trennten sich die Wege jedoch im Jahr 2003 wieder. Dafür kamen Sänger Thomas Horn aus Wittstock und Gitarrist Daniel Perlick aus Pritzwalk hinzu.
2006 folgte der nächste große Schritt. Gitarrist Michael Kortz, der aus Hessen in die Region zog, sowie Schlagzeuger Alf Schulze aus Berlin komplettierten die Besetzung. Mit Live-Schlagzeug und einer größeren Bühnenproduktion entwickelten sich die Dandys endgültig zu einer professionellen Partyband.
Wurde der Auftritt als Vorband von Chris Norman auf dem Rathenower Stadtfest zum herausragenden Ereignis für die Band, sollte es alsbald richtig dicke kommen. Auf dem Fliederfest 2007 in Friesack lernten die Dandys das Wolfgang-Petry-Double Dirk Maron kennen. Eine Begegnung mit angenehmen Folgen: „Schon nach den ersten gemeinsam gespielten Titeln war klar, dass daraus mehr werden könnte“, so Hartmut Hübener. Es entstand die erfolgreiche Wolfgang-Petry-Show, mit der Dandys und Maron viele Jahre durch ganz Deutschland tourten.
Die Band spielte nicht nur auf Stadtfesten und anderen Open-Air-Veranstaltungen, sondern stand plötzlich auch auf großen Rockfestivals wie dem Spreewald-Rock-Festival in Drachhausen oder dem G.O.N.D.-Festival – dem größten Festival für Böhse-Onkelz-Cover und Deutschrock in Rieden-Kreuth, also ein Ort voller Rocker.
„Natürlich hatten wir vor diesen Auftritten gehörigen Respekt. Zwischen all den harten Gitarrenbands waren wir tatsächlich die einzige Formation mit Keyboards. Wir fragten uns ernsthaft, ob Wolfgang-Petry-Musik auf einem Rockfestival überhaupt funktionieren würde“, leitet Hübner die nächsten Erinnerungeb ein: „Vor der Bühne warteten bereits mehrere tausend eingefleischte Rockfans auf den Konzertbeginn – und wir hatten keine Ahnung, wie sie auf uns reagieren würden.“ Dann kam der Soundcheck: „Wir spielten die ersten Takte von ‚Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n‘ an. Was dann passierte, werden wir wohl nie vergessen: Noch bevor das eigentliche Konzert begonnen hatte, tobte plötzlich die gesamte Menschenmenge vor der Bühne. Tausende sangen mit, klatschten und feierten den Song, als hätten sie genau darauf gewartet.“
Von 2005 bis 2013 gehörte außerdem die Ostseeküste zum zweiten Zuhause der Band. Von Mai bis September verbrachten die Musiker jeden Monat eine komplette Woche in Orten wie Kühlungsborn, Boltenhagen oder auf Usedom und sorgten dort für ausgelassene Stimmung. Besonders in Erinnerung geblieben sind vier aufeinanderfolgende Silvesterveranstaltungen auf der Seebrücke in Kühlungsborn. Viele Freundschaften entstanden in dieser Zeit.
„Das waren unvergessliche Momente. Heute wäre das kaum noch möglich, weil wir alle ganz normalen Berufen nachgehen und unsere Musik aus Leidenschaft machen“, so der Bandleader.
Genau das mache aber den besonderen Zusammenhalt der Dandys aus: Jeder Musiker steht mitten im Berufsleben, und trotzdem wird mit Herzblut geprobt, geplant und aufgetreten. Darauf sind die Dandys besonders stolz. „30 Jahre gemeinsam Musik zu machen, ist heute alles andere als selbstverständlich. Deshalb wissen wir das sehr zu schätzen. Vor allem danken wir unseren Fans und Freunden. Ohne ihre Treue und ihre Unterstützung wäre diese Geschichte niemals möglich gewesen.“

30 Jahre die Dandys: Schon seit Monaten bereiten sie sich auf ihr großes Jubiläumskonzert vor und kündigen eine musikalische Reise durch drei Jahrzehnte an. Neben vielen bekannten Dandys-Hits dürfen sich die Besucher auf neu arrangierte Klassiker, neue Lieder der Band, musikalische Wegbegleiter, hochkarätige Überraschungsgäste und die ein oder andere Anekdote freuen.
Niemand sollte glauben, bereits alles über die Dandys zu wissen. Für diesen Abend haben sich die Musiker einiges aufgehoben. Es wird Momente geben, die an vergangene Zeiten erinnern, genauso aber auch Augenblicke, mit denen wohl niemand rechnet.
Die Zeitreise am Abend des 19. September 2026 beginnt um 19.30 Uhr. Der Einlass startet um 18.00 Uhr. Tickets im Vorverkauf gibt es an der Theaterkasse sowie per Internet auf www.kulturzentrum-rathenow.de.





