Zweitakter und andere Ostfahrzeuge in Jerchel – auch 50 Jahre alter Lada der Volkspolizei dabei
Auf den Straßen und Autobahnen der DDR waren nicht nur Zweitakter unterwegs. Im Arbeiter- und Bauernstaat gab es freilich auch Kraftfahrzeuge mit Viertakt-Motoren. Hunderte Vier- und Zweiräder mit Baujahren vor 1990 sind am Samstag, 5. September 2026, in Jerchel zu sehen.
Die Veranstalter betonen, dass das Treffen ab 10.00 Uhr weit mehr biete als nur Ostalgie-Vergnügen. Denn zum Familienprogramm gehören unter anderem Rummel und Gratis-Quad-Touren für Kinder. Es gibt ferner im Dorf gebackene Kuchen. Allerdings sind weitere Angebote stark an frühere Zeiten angelehnt. Es gibt DDR-Softeis, wie es heißt, sowie Nudeln mit Tomatensoße und Erbsensuppe mit Bockwurst (aus der „Gulaschkanone“).
Am Samstagabend, ab 19.30 Uhr, tritt eine Band auf, die sich nach einem von 1955 bis 1959 gebauten 22-PS-Auto aus Zwickau benannt hat. „P70“ versorgt mit Liedern von Puhdys, Karat, Silly und City. Für Roland Freese vom gastgebenden Ostgalgiefreunde Jerchel e.V. ist es „die einzig wahre Ostrock-Coverband“. Aktuell zählt der Verein etwa 50 Mitglieder im Alter von 4 bis 83 Jahren.

Viele Teilnehmer am Treffen dürften kaum über 16 sein, aber eine über 35 Jahre alte Simson fahren. Derweil bringt es Freeses original erhaltener 1200er Lada der Volkspolizei (VP) der DDR, ein Viertakter, inzwischen auf 50 Jahre. Dieser führt bei der Ausfahrt um 14.00 Uhr den Korso mit wohl mehr als 400 Fahrzeugen an.
Wer vor Ort Ersatzteile oder Trödel anbieten will, erhält Standinfos unter 0171/5313990. Zum visuellen Top-Ereignis auf dem sechsten Zweitakt- und Ostfahrzeugtreffen wird ein Feuerwerk.





