Zerstört vor 81 Jahren: die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow
Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist wiederaufgebaut. Das Projektende wurde am vorigen Sonntag per Festgottesdienst und Gemeindefest gefeiert. Aktuell jährt sich die Zerstörung zum 81. Mal.
In der Nacht zum 29. April 1945 von Brandgranaten getroffen, ging zunächst der Turm in Flammen auf. Das Feuer griff auf den Dachstuhl der Kirche über. Tagelang soll sie gebrannt haben. Lange blieb die Ruine ungenutzt. Erst ab 1950 wurden nach und nach Trümmer beseitigt, die Kirche vom Schutt befreit.
Ende Juni 1952 gab es dort den ersten Nachkriegsgottesdienst. Nachdem das Mittelschiff wieder mit einem Dach versehen worden war, wurde die Sankt-Marien-Andreas-Kirche im Juni 1959 feierlich wieder eingeweiht. Die Öffnung zum Chorraum war zwar vermauert, doch war dadurch ein Teilaufbau gelungen. Noch 1990 wuchsen Bäume aus dem Chor.
Durch die 1945 herabgestürzten brennenden Dachbalken wurden auch die hölzerne barocke Kanzel und die Schuke-Orgel zerstört. Erst wenn dem Förderkreis zum Wiederaufbau die Neuanschaffung gelingt, sieht er sein Werk als vollendet an. Dazu laufen weiter Spendenkampagnen.





