Wohin mit alten Klamotten?
Nachdem überquellende Altkleidercontainer oder wilde Sammelhaufen als Folge von abnehmendem Interesse privater Kleiderentsorger für berechtigten Ärger und viel öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt haben, hat der Landkreis als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger nach Lösungen für dieses Problem gesucht. Seit dem 10. Februar stehen nun wieder Altkleidercontainer auf den Wertstoffhöfen in Werder, Teltow und in Niemegk für die Sammlung von Alttextilien zur Verfügung. Die Container werden wöchentlich geleert. Die APM GmbH kontrolliert auf den Wertstoffhöfen die Kleidung vor dem Einwurf.
Es werden nur gut erhaltene Alttextilien angenommen, die für eine Wiederverwendung oder stoffliche Verwertung geeignet sind. Sie sollten in transparenten Säcken verpackt sein. Damit wird die Qualität der Altkleider in der Sammlung wesentlich erhöht. Die herkömmliche Sammlung mit öffentlich aufgestellten, nicht kontrollierten Containern führte zuletzt zu einer sehr geringen Verwertungsquote, die die Wirtschaftlichkeit der Sammlung verminderte.
Die Einwurfkontrolle auf den Wertstoffhöfen trägt deshalb wesentlich zum nachhaltigen Erfolg der Altkleidersammlung bei. Weitere Informationen zur korrekten Getrenntsammlung von Alttex-
tilien und zur Abgabe auf den Wertstoffhöfen gibt es auf der Webseite der APM GmbH auf www.apm-niemegk.de.
Bislang gab es ausreichend Sammelkapazitäten für Alttextilien durch gemeinnützige und gewerbliche Sammler. Für den Landkreis als öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger gab es deshalb bisher nicht die Notwendigkeit einer eigenen Altkleidersammlung. „Da die Containersammlung auf öffentlichen Flächen zunehmend teuer und problembehaftet geworden ist, prüfen wir aktuell Handlungsalternativen“, so Landrat Marko Köhler. Der Landkreis als Entsorgungsträger und die APM GmbH stehen dazu im engen Austausch.
Geprüft wird zum Beispiel derzeit eine Idee aus dem Landkreis Märkisch-Oderland. „Dort ist ab April 2026 ein Modellprojekt für eine punktuelle Straßensammlung von Alttextilien durch Sammelfahrzeuge nach festgelegtem Tourenplan vorgesehen“, so Landrat Köhler. Das heißt konkret, dass die Alttextilien persönlich am Sammelmobil abgegeben werden müssen. Vorbilder sind die mobilen Schadstoffsammlungen mit „Schadstoffmobilen“, die in vielen Landkreisen unterwegs sind.
Modellprojekt Alttextilmobil
Angestrebt wird eine Kooperation mit einem oder mehreren gewerblichen oder gemeinnützigen Sammlern. „Wir sind mit dem Landkreis Märkisch-Oderland in Kontakt, um die dort gemachten ersten Erfahrungen auszutauschen“, so Köhler. „Wir werden kurzfristig mit Sammlern, die im Landkreis Container aufgestellt haben oder hatten, in Kontakt treten und eine Interessenabfrage zu einem Modellprojekt machen.“





