Wo Kröten, Fröschen und Molchen über die Landstraße geholfen wird
An der Landstraße zwischen Hohennauen und Parey im Naturpark Westhavelland meint man es gut mit Amphibien. Ihnen wird alle Jahre über die Straße geholfen, damit sie nicht überfahren werden.
„Spätestens Mitte Februar juckt es Beteiligten in den Fingern mit dem Aufbau des Krötenzauns anzufangen. Daraus wurde nichts. Temperaturen um und unter null Grad verhinderten das, da der Zaun ja eingegraben werden muss“, so Naturparkwächterin Sabine Clausner. Am 23. Februar 2026 sei es dann so weit gewesen: „Traktor und Pflug begannen damit die Furche zu ziehen; sobald die ersten Meter offen lagen, wurde damit begonnen den Zaun einzugraben. Parallel wurde die Furche bis zum Ende durchgezogen.“ Am 25. Februar stand dann der gesamte Zaun, am Donnerstag wurden die Eimer eingegraben.
Seit 1995 wird der Amphibienschutzzaun an der Verbindungsstraße zwischen Hohennauen und Parey aufgestellt. Das erfolgt jeweils zu Beginn der Wanderschaft, auf die sich Amphibien zur Fortpflanzung begeben. „Täglich werden nun die Eimer kontrolliert und Kröten, Frösche und Molche, die, wie beabsichtigt, hineinfallen, wieder herausgeholt, bestimmt, registriert und sicher über die Straße getragen“, so Clausner weiter. „Im vergangenen Jahr, als der Zaun auch in der letzten Februarwoche aufgebaut wurde, stürmten am Freitag 1.215 Teichmolche die Eimer, 35 Frösche fielen da nicht ins Gewicht.“
Die westhavelländischen Amphibienlotsen seien gespannt, wie es in diesem Jahr aussieht. In den Jahren 2019 und 2020 hätten knapp unter tausend Amphibien gerettet werden. Im vergangenen Jahr seien am ersten Wochenende mehr Amphibien über die Straße getragen worden als während der ganzen Saison des vorvergangenen Jahres.





