Wirtschaftstreff am Bismarckturm – Bürgermeister stimmte auf Vollsperrungen ein
Mit rund 300 Gästen war die Kapazität ausgereizt: Vor dem Bismarckturm in Rathenow kam es am Donnerstag, 11. Juni 2026, zum diesjährigen Wirtschaftstreff.
Zum vierten Mal haben die Stadt, die in Rathenow ansässigen Wirtschaftsjunioren Havelland sowie das in Brandenburg an der Havel befindliche IHK-Regionalcenter zum abendlichen Treff vor Turmkulisse eingeladen. Die Atmosphäre auf dem Weinberg wirkte erneut locker und ungezwungen. Dress Code bestand abermals nicht. Daher waren unter den etwa 300 Gästen aus Stadt und Umland kaum Schlipsträger und Trägerinnen von High Heels.
In seiner Begrüßungsrede ließ der parteilose Bürgermeister Jörg Zietemann wissen, worum es hier ging: sich austauschen, kennenlernen, vernetzen, Geschäfte anbahnen, Spaß haben etc. Allein für die Stadt Rathenow sprach er von aktuell 1.430 Gewerbetreibenden unter zuletzt 25.357 Einwohnern. Das Durchschnittsalter liege in der Stadt bei 47,5 Jahren.
Das beim Wirtschaftstreff dürfte deutlich darunter gelegen haben. Hier trafen sich gestandene wie jüngere Leute. Das wirtschaftliche Spektrum ist breit in der Kommune, die sich stolz „Stadt der Optik“ nennt. Zietemann stimmte auf beginnende Straßenbauprojekte ein, was hier und da für Raunen sorgte. Etwa die im Juli beginnenden Maßnahmen an der nördlichen B102-Ortsdurchfahrt erfolgen unter Vollsperrung. Bis 2030 soll das Projekt des Landesbetriebs Straßenwesen fertiggestellt sein. Der zweifache Lückenschluss für den straßenbegleitenden Radweg zwischen Rathenow-West und dem Ortsteil Böhne starte der Landesbetrieb ebenso im Juli, so Zietemann. Hier auch unter Vollsperrung.
Zum kommunalen Projekt wird ab 2027 der Neubau der Jederitzer Brücke, die 2028 freigegeben werden soll. Hier kam es zu einem machbaren Kompromiss mit dem Denkmalschutz. Im Anschluss soll es allmählich zum Friedrich-Ebert-Ring übergehen. Derweil ist Zietemanns Furcht berechtigt, dass das Rathaus-Areal in der Berliner Straße zur Investbrache verkommen könnte. Das als Askania-Gelände bezeichnete Bereich steht neuerdings unter Denkmalschutz. Der Projektentwickler und die Stadt stehen in Verhandlungen mit den Denkmalschützern, damit weiterer Baufortschritt nicht an zu hohen Auflagen scheitern möge.
Bürgermeister Zietemann nutzte freilich die Gelegenheit auch, um über das Optik-Projekt mit der Sonnenbrille „RN1801“ zu berichten. Zum 2026er Jubiläum „225 Jahre Optische Industrie Rathenow“ wurde mit Unternehmen der Branche die schicke Brille als limitiertes Produkt aufgelegt. Es ist käuflich nicht zu erwerben – nur zu gewinnen! Zehn von insgesamt nur 225 Exemplaren wurden beim 4. Wirtschaftstreff verlost.

Zietemann bedankte sich bei der Unternehmerschaft noch für finanzielle Unterstützung für sein vor einem Jahr an der Stelle in die Welt gebrachtes Projekt. Der große rote „Rathenow“-Schriftzug als Fotopunkt konnte umgesetzt und zunächst am Platz der Jugend aufgestellt werden. Ende April 2026 wurde dieser auf dem Kirchberg platziert.
Im Anschluss an die Begrüßungsrede kam es zu einer Gesprächsrunde auf der Bühne. Drei Vertreter der Optik-Branche wurden zu aktuellen Themen wie die Fachkräftegewinnung befragt. Einige Gäste vor der Bühne versuchten auch dem zu folgen, während aber die meisten anderen schon in geselligen Runden plauderten und auf die Eröffnung des Buffets warteten. Manche Gäste nutzten auch die Gelegenheit zum Kennenlernen des Bismarckturms, der außerhalb der regulären Öffnungszeiten bestiegen werden konnte.





