Winter, adé! – Und Osterfeuer gibt es auch nicht mehr in Falkenrehde
Seit mehr als 20 Jahren feiern die Falkenrehder den Abschied vom Winter mit ihrem traditionellen Osterfeuer. Damit ist es jetzt vorbei.
Der Platz, das Ödland in der Sandschelle am Ortausgang, ist wohl wegen des Wildwuchses am Rand irgendwann im Kataster als Wald eingetragen worden. Und im Wald kann verständlicherweise kein Feuer erlaubt werden. So ist es den Falkenrehdern seitens der Forstverwaltung mitgeteilt worden.
Jürgen Schöttler, Anwohner der Sandschelle, hat für diese Situation kein Verständnis. Er erinnert sich: „Früher war das eine Sandentnahmestelle. Die Dorfgemeinschaft hat später dieses Ödland ehrenamtlich ohne öffentliche Mittel extra für künftige Osterfeuer hergerichtet, der Feuerwehrverein sorgte mit einem Lichtmasten für Beleuchtung und die Kameraden sind sicherheitshalber mit Löschtechnik immer beim Feuer vor Ort.“ Es sei noch nie ein sogenannter „Baum“ zu Schaden gekommen. Der Platz wäre sicher und werde seit mehr als 20 Jahren einmal im Jahr für die beliebte Falkenrehder Feier genutzt.
Manfred Grahlow erinnert sich vor Ort: Früher hätte man für diese Dorffeier sogar ein großes Zelt aufgestellt, und sei bis weit nach Mitternacht gemütlich zusammen gewesen. Das Verbot könne er nicht verstehen. „Nun ist auch diese im Dorf beliebte Tradition der Bürokratie zum Opfer gefallen“, so Schöttler sarkastisch.





