Weltzeituhr aus Rathenow für Berlin: Ihr Formgestalter gastiert im Juni in Senzke
Die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin stammt aus dem westlichen Havelland, genauer gesagt, aus Rathenow. Darüber berichtet Designer Prof. Erich John am Samstag, 27. Juni 2026, in Senzke bei Friesack.
„Die Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz hätte es ohne Ingenieure, Schlosser, Schweißer und findige Tüftler aus dem Havelland nie gegeben“, so Designer Prof. Erich John – in DDR-Zeiten als Formgestalter bezeichnet. Inzwischen ist er ein Mann von 94 Jahren. Am 27. Juni 2026, ab 15.00 Uhr, wird er im Fintelmannhaus in Senzke, Schlossstraße 22, berichten, wie Berlin zur Weltzeituhr kam. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Sollte das Publikumsinteresse die Kapazitätsgrenze sprengen, wollen die Gastgeber in die Senzker Dorfkirche – gegenüber dem Fintelmannhaus – ausweichen. Veranstalter ist der Fremdenverkehrsverband “Havelländisches Luch”.
Die Uhr ist seit 1969 ein besonderer Blickfang auf dem Alexanderplatz. Wer wüsste wohl zu sagen, wer sie gebaut hat? Formgestalter Erich John hatte Mitte 1968 einen Ideenwettbewerb gewonnen, bei dem es um eine zu schaffende Säule ging. Bekanntlich wurde weit mehr daraus. Zur Realisierung kooperierte John mit Facharbeitern in Rathenow. Man kannte sich bereits. Wegen anderer Projekte hatte schon 1961 die Zusammenarbeit mit den Rathenower Optischen Werken (ROW) begonnen. Letztlich wurden rund 120 Leute, nicht nur Facharbeiter der optischen Industrie, an der Weltzeituhr beteiligt.
In nur rund neun Monaten Bauzeit wurde sie 1969 in der „Stadt der Optik“ hergestellt. Von dort ging sie Ende September des Jahres per Schwerlasttransport zum Berliner Alexanderplatz. Die Gäste in Senzke erfahren freilich auch, was es mit den Planetenbahnen auf der Weltzeituhr auf sich hat. Anmeldungen nimmt der Fremdenverkehrsverein per E-Mail an info@havellaendisches-luch.de entgegen. Spontane Gäste sind aber ebenso willkommen.





