Von Falkensee über Nauen bis Rathenow – wo Bauland am billigsten ist
Gleich hinter Berlin-Spandau beginnt der Landkreis Havelland. Je westlicher desto günstiger ist Bauland. Die Preisunterschiede sind gewaltig.
Von Falkensee bis Knoblauch in der Gemeinde Milower Land: Zum Stichtag 1. Januar 2026 liegen jetzt 850 Bodenrichtwerte vor. Bei diesen handelt es sich um durchschnittliche Lagewerte in Euro je Quadratmeter (Euro/m²) für den Boden ohne aufstehende Bauwerke mit gleichen Nutzungs- und Wertverhältnissen. Sie sind keine (Spitzen-)Kaufpreise für ein konkretes Grundstück, bieten aber eine unabhängige Marktübersicht für Grundstücksflächen mit bestimmten Merkmalen.
Tausende Kauffälle aus seiner Kaufpreissammlung der Jahre 2022 bis 2025 wurden statistisch analysiert. Neben Bauland wurden auch land- und forstwirtschaftliche Flächen sowie für bebautes Land im Außenbereich oder sonstige Flächen analysiert.
Für das östliche Havelland wurde festgestellt, dass die Bodenrichtwerte für Wohnbauland in Falkensee, Dallgow-Döberitz, Brieselang, Schönwalde-Glien und Wustermark mehrheitlich um etwa 6 Prozent gesunken sind. In Ketzin/Havel blieben sie weitgehend stabil. Dagegen stiegen die Werte in Nauen um durchschnittlich 4 Prozent, in Einzelfällen sogar um mehr als 15 Prozent.
In bevorzugten Einfamilienhauslagen wurden weiterhin hohe Werte erzielt: Für baureifes Land lagen diese zwischen 260 und 500 Euro/m². Ufergrundstücke erreichten in Ketzin/Havel rund 360 Euro/m² und in Falkensee bis zu 750 Euro/m². In dörflichen Lagen bewegten sich die Werte im Durchschnitt bei etwa 160 Euro/m². In zentralen Lagen und Mehrfamilienhausgebieten reicht die Spanne von etwa 300 Euro/m² in Nauen bis zu 1.100 Euro/m² in Falkensee – dem höchsten Bodenrichtwert im Landkreis.
Dagegen sind die Bodenrichtwerte für Wohnbauland im westlichen Havelland im Durchschnitt um etwa 7 Prozent gestiegen, in einzelnen Ortslagen sogar um bis zu 20 Prozent. Insgesamt liegt die Preisspanne für baureifes Wohnbauland hier zwischen 25 und 110 Euro/m².
In den Städten Rathenow und Premnitz bewegen sich die Werte für Einfamilienhauslagen überwiegend zwischen 65 und 120 Euro/m². In den Stadtzentren liegen Misch- und Wohngrundstücke zwischen 65 und 140 Euro/m². Ufergrundstücke in Rathenow erreichen Werte zwischen 180 und 300 Euro/m². Die niedrigsten Werte – zwischen 10 und 12 Euro/m² – finden sich in einzelnen dörflichen Randlagen.
Die aktuellen Bodenrichtwerte sind kostenfrei im Internet auf https://boris.brandenburg.de zu finden. Zudem erteilt die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, der die Werte ermittelte, telefonische Auskünfte unter 03321/4036181 oder per E-Mail an gaa@havelland.de.





