Nur noch vier Regionalligen? – Was Ingo Kahlisch vom FSV Optik Rathenow dem NOFV zu sagen hat
Im Oberliga-Nord-Abstiegskampf kann sich Trainer Ingo Kahlisch vom FSV Optik Rathenow aktuell zwar über einen überaus wichtigen Auswärtssieg freuen. Doch plagen ihn Sorgen, wenn er an die Zukunft denkt.
Am beinahe schon sommerlichen Samstag, 18. April 2026, gewann der FSV Optik mit 2:1 beim Berliner AK und holte drei überaus wichtige Punkte gegen den Abstieg. Die Vereine wechselten die Plätze. Optik belegt jetzt mit 30 Zählern den elften Platz, der BAK mit 29 den zwölften. In der Tabelle mit 16 Vereinen beginnt die Abstiegszone bei Rang 15. Eventuell muss nach Saisonende auch der 14. den Gang nach unten antreten. Aktuell liegt die SG Dynamo Schwerin mit 27 Punkten auf Platz 14.
Es stehen noch fünf Spieltage aus. Am Freitagabend, 24. April, kommt es im Stadion am Vogelgesang in Rathenow zum Duell zwischen den Optikern und den Dynamos. Der Anpfiff ertönt um 19.30 Uhr. Zum bestimmenden Thema auf den Rängen könnte werden, was Optik-Trainer und -Manager Ingo Kahlisch schriftlich dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) zu sagen hatte.
In Kahlischs Schreiben vom 15. April 2026 steht: „Es darf nicht sein, dass für einen zusätzlichen Aufsteiger aus der Regionalliga in die 3. Liga mehr als 50 % der Oberliga- und 50 % der Verbandsliga-Vereine in ganz Deutschland absteigen müssen. Die Folgen wären eine absolute Katastrophe für den Amateurfußball. Es heißt auch Regionalliga, da es sich um regionalen Fußball handelt. Eine Abschaffung unserer Regionalliga Nordost, hätte zur Folge, dass z.B. der Bremer SV gegen den FC Eilenburg spielen würde. Wo wäre das noch regional? Der DFB muss in der Lage sein, für einen Aufsteiger mehr das nötige Geld und den Platz in der 3. Liga bereitzustellen.“
Hintergrund von Kahlischs Schreiben an den NOFV ist, dass dieser nicht nur für die Oberligen Nord und Süd, sondern auch für die Regionalliga Nordost zuständig ist. Was also aktuelle Ideen für Zusammenlegungen betrifft, hat der NOFV ein gewichtiges Wort mitzureden. Aktuell gibt es in Deutschland fünf Regionalligen (West, Südwest, Bayern, Nord und Nordost). Nur die West- und Südwest-Meister steigen automatisch auf. Die Regelung um die verbleibenden beiden Aufstiegsplätze wirkt wie ein krudes Kuddelmuddel. Ein direkter Aufstiegsplatz wandert jährlich von einer zur nächsten Staffel. Zwei Meister müssen in Relegationsspielen einen Aufsteiger unter sich ausmachen.
Die aktuelle Kernforderung lautet, dass alle Meister direkt aufsteigen. Statt aber einen fünften für die 3. Liga zuzulassen, soll es nur noch vier Regionalligen geben. Ingo Kahlisch, das Fußballurgestein im Nordosten, plädiert für einen fünften Aufsteiger.





