Vermisstenfälle in Rhinow und Rathenow: War Sven Scherbenske mit Metalldetektor unterwegs?
Garrett AT PRO: ein Metalldetektor dieses Typs könnte der Schlüssel zur Lösung zweier Vermisstenfälle im westlichen Havelland sein. Was es mit dem Gerät auf sich hat.
Seit zwei Jahren wird Sven Scherbenske (Spitzname „Schappy“) vermisst. Der seinerzeit 46-Jährige aus Rhinow wurde am 15. März 2024 letztmals gesehen. Die Polizei hat offenbar Hinweise darauf, dass bei diesem Vermisstenfall gewisse Verbindungen zu Paul Burdach bestehen. Die zeitliche Nähe von beider Verschwinden ist auffallend. Der damals 23-jährige aus Rathenow wurde am 17. April 2024 letztmals gesehen. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass es sich um Tötungsdelikte handelt. Die Ermittlungen führt die in Potsdam ansässige Mordkommission der Polizeidirektion West.
Unter Beteiligung von Bereitschaftspolizei, Technischer Einsatzeinheit und Leichenspürhunden kam es am 18. Mai 2026 zu kriminalpolizeilichen Suchmaßnahmen in Waldgebieten bei Rhinow und Gülpe. Zu eventuellen Ergebnissen hatten sich Polizei und Staatsanwaltschaft Potsdam nicht geäußert. Lediglich hieß es, dass sich im Laufe der andauernden Ermittlungen Hinweise auf die Absucheorte ergeben hätten.
Wer in anderen Waldgebieten der Region oder andernorts einen Metalldetektor liegen sieht, sollte das unbedingt der Mordkommission unter 0331/55082779 oder per E-Mail an mordkommission.potsdam@polizei-internet.brandenburg.de mitteilen. Denn Sven Scherbenske besaß ein solches Gerät, das in seiner Wohnung nicht aufzufinden war. Die Polizei hat es auf einem Fahndungsplakat abgebildet. Es handelt sich demnach um einen Metalldetektor vom Typ Garrett AT PRO.

Im Internet bestehen alternative Erläuterungen zum Gerät. Einerseits wird es zum Einsatz in der Forstwirtschaft empfohlen, weil sich Metallreste im Boden und an Bäumen auffinden lassen sollen. Andererseits ist die Rede davon, dass der Garrett AT PRO „speziell für anspruchsvolle Schatzsucher“ entwickelt worden sei. Durchaus denkbar also, dass Sven Scherbenske irgendwo auf Metallsuche ging, womöglich verunglückte und die zeitliche Nähe seines Verschwindens mit dem von Paul Burdach eher ein Zufall ist. Heimatgeschichtlich interessante Suchgebiete gibt es auch im Westen des Landkreises Havelland einige. Etwa am 9. März 2024 hatte das Brandenburger Wochenblatt (BRAWO) unter der Überschrift „Schädel am Teufelsberg“ von einem Hügel bei Landin (Gemeinde Kotzen) berichtet und bereits am 17. Februar 2024 unter der Überschrift „Was sollte die Burg am Rhin?“.





