Universitätsorganist aus Erfurt bespielt Orgel der Dorfkirche in Pessin
Die Dorfkirche in Pessin bei Friesack gilt als eine der ältesten im westlichen Havelland. Am 25. April 2026 erklingt hier Musik aus der Zeit des Barock auf mehr als 200 Jahre alter Orgel.
Kirchenorgeln werden als „Königinnen der Instrumente“ bezeichnet. Die im Pessiner Gotteshaus ist ein Produkt der Orgelbauerfamilie Ratzmann aus Thüringen. Diese „Klangmajestät“ ist inzwischen 205 Jahre alt. Am Samstag, 25. April, wird sie vom Erfurter Universitätsorganisten Dr. Wieland Meinhold bespielt. Er gastiert im „Duo Vimaris“ mit Mirjam Meinhold, Mitglied des Opernensembles am Deutschen Nationaltheater Weimar.
Die beiden Musiker sind mit Barockmusik bereits in weiten Teilen Deutschlands sowie im europäischen Ausland aufgetreten. In Pessin sind neben Mirjam Meinholds Blockflöten auch ihre Sopranstimme zu erleben – begleitet von der Orgel. Das „Duo Vimaris“ lädt zu einer „Stunde bei Telemann“ ein. Los geht es um 17.00 Uhr. Der Eintritt ist zwar frei, doch wird statt Eintrittskarten um großzügige Spenden gebeten.
Zu seinen Lebzeiten sei Georg Philipp Telemann (1681-1767) wesentlich berühmter gewesen als Johann Sebastian Bach (1685-1750), so Wieland Meinhold, sei zugleich aber eng mit der Bach-Familie befreundet gewesen. Telemanns Musik war so beliebt, dass er damit reich werden konnte: „Das spürt man unmittelbar, sobald man seine Kantaten, Ouvertüren, Sonaten, Arien, Opernintermezzi und Fantasien, vor allem aber seine grazilen Menuette erlebt“, wie der Universitätsorganist erläutert. Im Konzert moderiert er.
Bereits vor dem Konzert, um 16.15 Uhr, führt Dr. Meinhold zur Pessiner Klangmajestät auf die Empore der Kirche. Direkt neben dem Spieltisch der 205-jährigen Ratzmann-Orgel haben Interessierte die Gelegenheit, technische Raffinessen zu erfahren.





