Drei Menschen kamen auf Gewässern ums Leben
Im westbrandenburgischen Revier der Wasserschutzpolizei kam es im Vorjahr zu 77 Schiffsunfällen. Mit dem jetzt wieder zunehmenden Verkehr kündigt die WSP verstärkte Kontrollen an.
Die Polizeidirektion West betreibt die WSP-Revierstandorte Potsdam und Brandenburg an der Havel. Die Zuständigkeit erstreckt sich über insgesamt 270 Kilometer Bundeswasserstraßen und 23 Kilometer schiffbare Landesgewässer in den Landkreisen Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming sowie in den kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel und Potsdam. Laut WSP-Angaben kam es hier 2025 zu 77 Schiffsunfällen, wovon 65 die Sport- und zwölf die Berufsschifffahrt betrafen. Drei Menschen kamen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.
Als Hauptunfallursache werden Manövrierfehler angegeben. Demnach kennen viele Wassersportler ihr Boot nicht richtig und haben zu wenig Erfahrung und zu wenig Streckenvorbereitung, bevor sie sich aufs Wasser begeben. Bei Berufsschiffern sollen ebenfalls Fehler bei der nautischen Führung ihres Schiffes häufig die Unfallursache sein. Die Wasserschutzpolizei kündigt für 2026 viele Kontrollen bei Freizeit- und Berufsskippern an. WSP-Chef Heiko Schmidt: „Auch auf den Wasserstraßen sollte man die Finger von Alkohol und Drogen lassen! Wer nicht fahrtauglich ist, gefährdet sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer auf dem Wasser. Daher wird die Wasserschutzpolizei bei ihren Kontrollen hierauf ein besonderes Augenmerk legen.“ Übrigens sind die Promillegrenzen auf dem Wasser analog zu denen im Straßenverkehr.
Zum zweiten Kontrollschwerpunkt sagt er: „Raser gefährden die Sicherheit auf dem Wasser – sowohl ihre eigene als auch die der anderen Verkehrsteilnehmer und Wassersportler. Gerade der Sog- und Wellenschlag erzeugt gefährliche Situationen für Schwimmer und auch für kleinere Wasserfahrzeuge. Mit vermehrten Geschwindigkeitskontrollen werden wir diese Gefährdungen ahnden und verhindern.“
Ein allgemeines Problem für den Wassersport stellt alle Jahre der Diebstahl von Bootsmotoren dar. Die Wasserschutzpolizei wird präventiv aktiv: Sie bietet die Gravierung von Motoren. Nächste Termine der WSP in der PD West sind am Samstag, 18. April 2026, auf dem Gelände der Polizeiinspektion Brandenburg an der Havel, Magdeburger Straße 52, sowie am Sonntag, 19. April 2026, auf dem Gelände der Wasserschutzpolizei in Potsdam, An der Pirschheide 11. An beiden Tagen wird von 9.00 bis 15.00 Uhr graviert. Anmeldungen sind bis Donnerstag, 16. April 2026 telefonisch unter 0331/9688424 oder per E-Mail an infowsp.pdwest@polizei.brandenburg.de möglich.





