Taub nach Scharlach – beruflich erfolgreich geworden in Berlin
Am 26. Januar 2026 hatte sich der Todestag von Carl Heinrich Wilke zum 150. Mal gejährt. Im Jahr 1800 war er in der havelländischen Kleinstadt Rhinow geboren worden.
Die Tragik seiner Kindheit bestand darin, dass Wilke als Zweijähriger in Folge einer Scharlach-Erkrankung sein Gehör verlor. Allerdings ermöglichte es ihm eine Gönnerin, die königliche Taubstummenanstalt in Berlin zu besuchen. Zeichnerisch sehr begabt, was erkannt wurde, konnte Wilke sogar bis 1820 an der Kunstakademie studieren. Sodann wurde er zunächst als Hilfslehrer in der Taubstummenanstalt tätig, erhielt 1826 eine Festanstellung und blieb bis 1874 als Zeichenlehrer. Er starb 1876 in Berlin.
Im Jahr 1837 hatte Wilke Quartett-Karten als Lehrmittel entworfen. Weiteres von ihm entwickeltes Lehrmaterial ist aktuell und bis September – aber nur sonntags nach dem Gottesdienst – in einer Ausstellung in der Rhinower Stadtkirche zu sehen. Organisator ist der Förderkreis des Gotteshauses.





