Stechow hat sogar noch ortsansässige Arztpraxis
Gemeinde Stechow-Ferchesar: ein Ortsteil nahe der Bundesstraße B188, der andere direkt am See. Auch Stechow – mit relativ konstanter Einwohnerzahl von rund 550 – ist ein so kleines wie attraktives Dorf im westlichen Havelland.
Mit ortsansässigen Gewerken und Gewerbetreibenden, wie beispielsweise einem Tankhof, einer Landbäckerei, einem Wildhandel, einem Blumenladen, einer Physiotherapie und einem Friseur, ist Stechow relativ gut aufgestellt. 90-jähriges Bestehen feierte im Mai 2026 die Gaststätte „Stadt Rathenow“, jetzt geführt in dritter Generation.
Besonders stolz ist man im Ort auf Mediziner Wolf Rüdiger Scholz. Denn welches Dorf verfügt heute noch über eine ortsansässige Arztpraxis? Zum Scheunenfest 2026 präsentiert sich mit der Ackerbau GmbH Stechow ein Unternehmen aus der Agrar-Branche, zuletzt besucht vom havelländischen Landrat.
Die Kirche resultiert aus einem Umbauprojekt des 15. Jahrhunderts. Es soll ein hölzerner Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts bestanden haben. Das Gotteshaus stellt eine bedeutende Sehenswürdigkeit im Dorf dar. Sie verfügt über einen aktiven Förderverein. Andere Leute sind vor Ort im Förderverein der Brandbekämpfer, bei der Volkssolidarität, im Ballsportverein (BSV Stechow), bei den Anglern oder im Krea(k)tivverein unter Schirmherrschaft der Landfrauen organisiert. Die ehrenamtlich betreute Dorfbibliothek arbeitet eng mit der Rathenower Stadtbibliothek zusammen. Das Amt Nennhausen betreibt in Stechow eine Kita.
Im Kreuzungsbereich an der B188 hat der Landesbetrieb Straßenwesen zuletzt einen Verkehrskreisel errichtet. Ein Bienenhotel gibt es nun auch im Dorf. Ein besonderes kulturell-soziales Projekt, für das viele am selben Strang ziehen, ist das jährliche Scheunenfest (im Ursprung „Country-Fest“), das schon seit mehr als 30 Jahren besteht und immer am letzten Samstag im Juni gefeiert wird. Diesmal am 27. Juni 2026 ab 14.00 Uhr.
Für Musik sorgt ganztägig DJ Andrew. Um 15.00 Uhr gibt die Musikschule Fröhlich ein Gastspiel. Kinder können auf einer Hopseburg toben. Es gibt Kaffee, Kuchen und Wildschweingulasch sowie eine Tombola. Am Abend werden Cocktails gemixt. Ferner gibt es Partymusik, und es darf getanzt werden.
Von Rathenow aus führt der kürzeste Weg nicht über die B188, sondern durch den Stadtforst, wobei es sich größtenteils um einen Waldweg handelt. In der Nord-Ost-Verlängerung der Feierabendallee besteht hier der Ferchesarer Weg. Sehr wahrscheinlich war das einst die mittelalterliche Hauptverbindung Rathenows mit Ferchesar und Stechow. Beide Dörfer wurden recht spät erstmals urkundlich erwähnt. Für Ferchesar erfolgte das 1438 in einer Urkunde, für Stechow schon 1375 im berühmten märkischen Landbuch von Kaiser Karl IV. Seit 2002 bilden beide eine Gemeinde mit insgesamt rund 900 Einwohnern.





