Start der 51. Lehniner Sommermusiken unter dem Motto „Perspektive Europa“ und mit neuen Klangräumen
Im 51. Jahr der Lehniner Sommermusiken kommt Europa nach Lehnin, zugleich eröffnen sich in der Klosterkirche faszinierende neue Klangräume.
Nach jahrelanger Vorbereitung wird mit dem Projekt „Polyverse“ eine Zusammenarbeit der jüdischen Gemeinde Athen, der katholischen Kathedrale in Aquileia, der Großen Moschee Rom und der Evangelischen Kirchengemeinde Lehnin am Sonntag, 5. Juli, ihren klingenden Höhepunkt bei den Lehniner Sommermusiken finden. Ein Symposium widmet sich dem musikalischen Dialog der drei großen monotheistischen Religionen – der muslimischen, der jüdischen und der christlichen Tradition. Im anschließenden Konzert wird die deutsche Erstaufführung einer gemeinsamen Komposition der beteiligten Partner durch einen multinationalen, interkonfessionellen Chor in der Klosterkirche erklingen. Bereits am Vormittag findet mit einem Gottesdienst, in dem erstmalig die Wegscheider-Orgel liturgisch erklingt, die feierliche Eröffnung der diesjährigen Lehniner Sommermusiken statt.
Denn rechtzeitig zum Start der Sommermusiken kann außerdem ein kleines Wunder verkündet werden: Die St. Marien-Klosterkirche in Lehnin erhält eine Orgel des weltweit renommierten Dresdner Orgelbauers Kristian Wegscheider. Am Freitag, 3. Juli, erfolgt die Inauguration des besonderen Instruments, mit dem die Kirche eine neue kulturelle Strahlkraft weit über die Region hinaus gewinnt. Die Andacht hält Bischof Dr. Christian Stäblein; Gerhard Oppelt, musikalischer Leiter der Lehniner Sommermusiken, bringt die Wegscheider-Orgel erstmalig in einem Konzert um 17 Uhr zum Klingen. Ein vielseitiges Programm begleitet diesen Tag für die Orgel mit Gesprächen, Klosterführungen, Buffet und Getränken sowie einer Fotoausstellung und einer Dokumentarfilm-Premiere über den Aufbau der Orgel. Ein illuminiertes Nachtkonzert um 22 Uhr sorgt mit Messiaens „La Nativité du Seigneur“ für einen atmosphärisch-meditativen Abschluss.
Eine Reihe von Orgel-Matineen stellt während der gesamten Saison die klangliche Vielfalt und Ausdruckskraft des neuen Instruments vor. Die Orgelmusik wird künftig ein prägendes Element sowohl der St. Marien-Klosterkirche als auch der Lehniner Sommermusiken sein.
Bis in den September hinein erwartet das Publikum zudem ein abwechslungsreiches Programm mit Konzerten in solistischer, kammermusikalischer und sinfonischer Besetzung, darunter das Wandelkonzert „Paradiesgarten“ am 29. August, bei dem auf dem Klostergelände historische Räume klingend geöffnet werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Lehniner Sommermusiken bleibt auch 2026 die Förderung junger Musikerinnen und Musiker sowie neuer musikalischer Akzente.
So sind im Juli unter anderem ein Auftritt des Ensembles Continuum geplant sowie das Bach-Kantaten-Projekt des in Lehnin gegründeten Ensembles Jeune Esprit. Die Moderation für das Konzert am 11. Juli übernimmt rbb-Moderator Bernhard Schrammek. Beendet werden die Lehniner Sommermusiken mit der Aufführung der „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi am 26. September in der Klosterkirche – ein groß angelegtes Konzert mit Chor, Orchester und renommierten Solistinnen und Solisten.
Der Eintritt für die Veranstaltungen am 3., 5., und 16. Juli sowie zu Gottesdiensten und Orgelmatineen ist frei.
Alle Termine, Tickets & Informationen: www.klosterkirche-lehnin.de/lehniner-sommermusiken/





