Mehr
Freitag, 8. Mai 2026

Stadtrundgang in Klein Kreutz zeigt Probleme für Menschen mit Beeinträchtigungen ​

Brandenburg a. d. Havel
1
Besonders kritisch für Menschen mit Beeinträchtigungen: Der Übergang über die viel befahrene Straße am Seniorenstützpunkt. Foto: A. Linckus

Bordsteine, Absätze, Schlaglöcher und an einigen Stellen kaum ein Durchkommen: Beim 11. Stadtrundgang – diesmal im Ortsteil Klein Kreutz – wurde deutlich, wie schwer der Alltag für Menschen mit Einschränkungen sein kann. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Keip nahmen die Bürgerinnen und Bürger den Ortsteil mit seinen 854 Einwohnern unter die Lupe.​

Organisiert wurde der Rundgang von der Behindertenbeauftragten Katrin Tietz und dem „Beirat für Menschen mit Behinderungen“. Das Ziel: Probleme sichtbar machen, die viele sonst übersehen. Rollstuhl und Blindenstock konnten vor Ort getestet werden. „Gesunde Menschen erkennen viele Barrieren im Alltag nicht. Hohe Bordsteine oder unbefestigte Wege werden oft erst dann zum Problem, wenn man selbst betroffen ist“, sagt Katrin Tietz.

Besonders kritisch: der Bereich am Seniorenstützpunkt. Dichter Verkehr erschwert das Überqueren der Straße. Viele Anwohner und auch die Gäste der DRK Tagespflege „Seniorenstübchen“ wollen zur nahegelegenen Koppel oder ans Havelufer – kommen aber kaum sicher hinüber. Die Forderung: Tempo runter von 50 auf 30 km/h.

Auch der Busverkehr sorgt für Frust. Eine Mutter berichtet, dass ihr Kind am Nachmittag nicht mehr von der Schule nach Hause kommt. Andere klagen, dass nach Theaterbesuchen keine Verbindung mehr nach Klein Kreutz besteht.

Hinzu kommen schlechte Straßenverhältnisse. In Nebenstraßen bilden sich nach Regengüssen große Pfützen – für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein Hindernis.

Ebenfalls ein Problem: der abschüssige Weg zum Spielplatz. Hier haben Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator große Probleme wieder nach oben zu kommen, da der Weg zu steil ist.

Oberbürgermeister Daniel Keip kündigte an, die Themen auch im Rathaus noch einmal zu besprechen: „Die Hinweise aus dem Rundgang nehmen wir ernst. Ziel ist es, Verbesserungen zu erreichen und dabei Lösungen zu finden, die auch finanziell tragfähig sind. Teilhabe muss im Alltag funktionieren.“

Durch kleine Gitterstäbe hindurch ist ein Hahnenkopf zu sehen. Der Hahn ist dunkelbraun mit einem roten Kamm.

BraLa 2026 startet – positive Signale für 2027 vom Landkreis

Als am Mittwoch, 6. Mai 2026, Landkreis, Landesbauernverband, pro agro e.V. und das MAFZ zu einer Pressekonferenz nach Paaren im...
Mehrere Menschen halten ein weiß-rotes Band und Scheren in der Hand. Im Hintergrund ist ein Kreisverkehr zu sehen, der Himmel ist blau, die Sonne scheint.

Neuer Kreisverkehr in Schönwalde-Glien soll auch bremsen

Nach rund elf Monaten Bauzeit ist am 30. Mai 2026 in Schönwalde-Dorf an der L20 der neue Kreisverkehr freigegeben worden....
Freibad Jüterbog

Jüterbog lädt Besucher bei freiem Eintritt zur Eröffnung der Badesaison ein

Im Freibad startet offiziell die Saison am Freitag, 15. Mai. Von 11 bis 19 Uhr sind alle Bürger zur großen...
veranstaltungsplakat

Kloster Zinna: Vom Wohnhaus zum Museum

Anfang der 1950er Jahre hatten engagierte Mitglieder des Ortskulturaktivs die Idee, das Abtshaus – das damals noch als Wohnhaus genutzt...
Ein graues Gebäude aus dem Rauch aufsteigt, davor ein Feuerwehrauto und mehrere Feuerwehrleute.

Brand im Theater der Freundschaft in Nauen

Es war 14.34 Uhr als am Mittwoch, 6. Mai 2026, Brandalarm bei der Nauener Feuerwehr einging. Aus dem leer stehenden...
Inselblick Werder

Werderaner Inselspaziergang zum Muttertag

Zu einem unterhaltsamen Ausflug in die Geschichte Werders lädt die Stadtführerin Jutta Enke am Muttertag, 10. Mai, um 14.00 Uhr...
Offcanvas