Samentauschbörse im Naturparkzentrum
Kaum taut der erste Schnee und es wird wärmer, scharren die Kleingärtner schon mit den Hufen. Sie wollen ihren Garten für die kommende Saison vorbereiten. Viele ziehen inzwischen ihre Pflanzen selbst. Dafür sammeln sie im Herbst Samen. Da ist es praktisch, sich mit anderen Gartenfreunden auszutauschen.
Die Samentauschbörse im Naturparkzentrum in Raben ist der perfekte Ort dafür, hat inzwischen Tradition und ist immer gut besucht. Es wurde fleißig Saatgut getauscht und verschenkt. Gabi Sußdorf, bekannt vor allem durch ihre Seifen und viele Workshops, hatte Chili-Samen dagelassen und eingeladen mit den selbstgezogenen Chilipflanzen an der Chili-Challenge zu den Fläminger Chilitagen am 26. Juli im Naturparkzentrum teilzunehmen.
Joyce-Ann Syhre vom BUND Brandenburg hatte Wildblumensamen mitgebracht. Die sind weggegangen wie warme Semmeln. Weiterhin standen Tomaten, Kräuter und Blumen hoch im Kurs. „Ich selbst habe mir Samen der Spinnenblume mitgenommen“, erzählt Juliane Wittig, Mitorganisatorin dieser Veranstaltung. Heiko Bansen will in diesem Jahr Kapuzinerkresse aussäen und wurde bei den Samen fündig.
„Ich als bin sehr glücklich und zufrieden und habe mich über die rege Teilnahme gefreut. Und darüber, dass ein paar Gäste das erste Mal da waren und bestimmt wieder kommen“, zieht Juliane Wittig vom Naturparkzentrum Bilanz. Und ist dabei, den Tomatentag vorzubereiten. Zu diesem können Tomatenpflanzen erworben werden. Meist sind es alte samenfeste Sorten, welche die Mitarbeiter des Naturparkzentrums selbst ziehen. Dieser findet wie jedes Jahr am 1. Mai statt. Bereits am 15. März ist der Pflanzkartoffelmarkt. Weitere interessante Veranstaltungen gibt es im Internet auf hoher-flaeming-naturpark.de.
Zusätzlich gibt es auf der Veranstaltung immer noch etwas Besonderes. In diesem Jahr wurde der Film: „Marias Garten“ gezeigt. Etwa 65 Menschen waren im Saal. Auf den Abstimmungskarten der Ökofilmtour gab es fünf bis sieben Sterne von sieben möglichen.
Heiko Bansen interviewte im Filmgespräch Claudia Wolf vom Acker e.V., die etwas zum Gemeinschaftsacker in Bad Belzig erzählte. Dieser liegt auf dem künftigen HeilOrt-Gelände zwischen Therme und Rehaklinik. Dort können sich alle mit einbringen, die gern gemeinsam mit anderen mit dem Prinzip Permakultur etwas anbauen und ernten möchten. Erster Termin ist Freitag, 6. März, um 15 Uhr, wo gemeinsam der Jahresanbauplan diskutiert wird. Künftig wird es auch freitags eine Ackersprechstunde vor Ort geben. Weitere Informationen gibt es im Internet.





