Rathenow zwischen Zeiss und Essilor in München
Auf Englisch könnte man Front Office sagen: Wer Halle 3 auf der OPTI 2026 in München durch den Haupteingang betrat, nahm sofort die Optikstadt Rathenow und die hier ansässige Optik Allianz Brandenburg Berlin (OABB) wahr.
Halle 3 war vom 16. bis 18. Januar eine von vier zur jährlichen Fachmesse für Optik und Design (OPTI 2026) in München. Seit 1999 sind Firmen aus Rathenow dort präsent. Damals war der Stand nur etwa 20 Quadratmeter groß. 27 Jahre später gehörte der OABB-Messestand zu den größten auf der OPTI.
Im regionalen OABB-Branchennetzwerk ist der Jubel noch groß. Die diesjährige Platzierung in vorderster Reihe – zwischen den Optik-Industrie-Platzhirschen Zeiss und Essilor – war bestens. Am Freitag und Samstag war der Besucheransturm gewaltig, die permanent mehr als 30 Betreuer am rund 220 Quadratmeter großen OABB-Stand und in der etwa 65 qm großen OABB-Cateringzone knüpften viele Kontakte. Die Angebotspalette reichte von Brillengläsern, Fassungen, Werkstatteinrichtungen und -maschinen über Geräte für die Refraktion weiter über Sonderlinsen und vergrößernde Sehhilfen bis hin zum Ladenbau für Augenoptiker. Außerdem rundeten Angebote zur Aus- und Weiterbildung, Infos zum Optik-Studiengang an der Technischen Hochschule Brandenburg sowie Industriegeschichte das Portfolio ab. Am Abschlusstag blieb es vergleichsweise ruhig in der Halle.
Laut Veranstalterangaben wurden 21.972 OPTI-Fachbesucher registriert, ein Plus von mehr als vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. 4.491 Fachbesucher, fünf Prozent mehr als 2025, stammten aus dem Ausland. Die Zahl der Aussteller hatte sich um sieben Prozent auf 354 gesteigert. Dank der OPTI-Top-Platzierung dürften sehr viele Besucher vom Jubiläum erfahren haben. Rathenow wird ihm Anfang September eine feierliche Aktionswoche widmen. Schon am 225. Geburtstag der optischen Industrie berichtet Historikerin Bettina Götze im Kulturzentrum über Ursprung, weitere Entwicklungen und Gegenwärtiges. Ihr Vortrag am 10. März beginnt um 18.00 Uhr.





