Ronald Seeger starb im Alter von 69 Jahren – Kondolenzbuch im Rathaus
Rathenow trauert um seinen früheren Bürgermeister. Ronald Seeger verstarb am 27. Februar 2026. Er war nicht in den Genuss eines Ruhestands gekommen, der den Namen verdient hätte.
Der Berufsweg hatte den 1956 geborenen Christdemokraten vom Bau zum 1. Oktober 1988 in die Verwaltung der Stadt Rathenow geführt. Zunächst war Seeger für örtliche Versorgungswirtschaft zuständig. 1990 wurde er Beigeordneter und Stellvertreter des Bürgermeisters. Ins Spitzenamt wurde er 2002 gewählt und zwei Mal (2010, 2018) im Amt bestätigt. Im Mai 2022 beging er 20. Dienstjubiläum, um zum Ende des Monats seinen Abschied zu nehmen bzw. verabschiedet zu werden. Diesen beruflichen Ausweg wegen gesundheitlicher Gründe hatte Seeger bereits Ende Mai 2021 angekündigt.
Am 31. Mai 2022, als Ronald Seeger seine letzte Rede hielt, saß er bereits in einem Rollstuhl. Im voll besetzten Blauen Saal des Kulturzentrums hatte er insbesondere einen Dank an die Angestellten im Rathaus für ihre Leistungen gerichtet. Er blicke mit Freude und Stolz auf seine Amtszeit zurück und bliebe Rathenow tief verbunden, wie Seeger sagte. Tief gerührt zeigte er sich davon, dass er sich im Ehrenbuch der Stadt verewigen durfte. Am Piano erklang die Melodie eines bekannten Lieds von Frank Sinatra („My Way“/zu Deutsch: „Mein Weg“). Dieser führte leider in eine Pflegeeinrichtung. Ronald Seeger verstarb am Freitag im Krankenhaus.
Sein Nachfolger im Amt, Bürgermeister Jörg Zietemann: „Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres ehemaligen Bürgermeisters erfahren. Ronald Seeger war nicht nur ein engagierter Kommunalpolitiker, sondern vor allem ein Menschenfreund. Während seiner Amtszeit hat er Rathenow geprägt, Projekte angestoßen und mit Weitblick Entscheidungen getroffen, die uns bis heute zugutekommen. Viele Begegnungen mit Ronald Seeger waren geprägt von Respekt, Offenheit und echter Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern. Sein Einsatz für unsere Gemeinschaft, sein Herz für die Menschen und seine Verbundenheit mit unserer Stadt werden unvergessen bleiben. Im Namen der Stadt Rathenow und ganz persönlich spreche ich seiner Familie und allen Angehörigen mein tief empfundenes Mitgefühl aus.“
Zur persönlichen Abschiednahme liegt ab 5. März ein Kondolenzbuch im Rathaus der havelländischen Kreisstadt, Berliner Straße 15, aus.





