Rathenow bringt Energiewende in die Köpfe
Heizungstausch, Hüllensanierung, neue Fenster, Photovoltaik etc. – wie soll man der Energiewende gerecht werden? Dazu gibt es demnächst zwei Info-Veranstaltungen in Rathenow.
Die Stadt und die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) greifen am 10. und 11. Februar das Thema Energiewende auf. Interessierte Leute werden in der Aula der Weinberg-Grundschule praxisnah beraten, erhalten Orientierungshilfen und Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Am Dienstag beginnt die Veranstaltung um 16.00 Uhr per Impulsvortrag eines Experten. Energieberater Dipl.-Ing. Adrian Hollenberg stellt sich und seine Expertise vor und erläutert, was die Energiewende konkret für jeden bedeutet. Mittels ausgewählter Praxisbeispiele werden bereits umgesetzte Maßnahmen vorgestellt. Bei der gesamten Veranstaltung können Fragen gestellt werden, das Programm wird bei Bedarf darauf angepasst.
Ab 17.30 Uhr wird darüber informiert, wer über einen Austausch nachdenken sollte, welche Heizungsarten zur Verfügung stehen, was bei der Planung zu berücksichtigen ist, wie der Einstieg gelingt, welche Fördermittel genutzt werden können und ob die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe sinnvoll ist.
Um 19.30 Uhr schließt sich ein rund anderthalbstündiger Vortrag über Gebäudesanierung an. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Wärmedämmung von Dach, Fenstern und Wänden sowie die Frage nach Sinn, Nutzen und Aufwand. Thematisiert werden ferner geeignete Maßnahmen für unterschiedliche Gebäude, wichtige Rahmenbedingungen, erste Schritte und bestehende Fördermöglichkeiten.
Am Mittwoch startet das Programm bereits um 9.00 Uhr mit einem weiteren Impulsvortrag des Energieberaters, verbunden mit Zeit für Fragen. Daran schließen sich vertiefende Vorträge rund um das Thema Energie in privaten Haushalten an.
Anmeldungen sind nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Dipl.-Ing. Hollenberg steht an beiden Tagen auch für individuelle Beratung zur Verfügung. Außerdem können schon vorab Fragen per E-Mail an klimaschutz@stadt-rathenow.de eingereicht werden, auf die der Energieberater dann Bezug nimmt.
Bereits vollzogen ist der Ausstieg aus der Atomkraft. Daher steht sie als Energiequelle in Deutschland nicht mehr zur Verfügung. Das wurde zum Bestandteil der Energiewende, bei der es im Kern nun um Dekarbonisierung geht, also die Abkehr von fossilen Energieträgern, die bei Verbrennung Kohlendioxid (CO2) freisetzen. Beispielsweise bis spätestens 2038 soll der Ausstieg aus der Kohleverstromung erfolgen. Derweil muss in Städten wie Rathenow die kommunale Fernwärme zunehmend dekarbonisiert werden.
Viele private Hausbesitzer haben für sich bereits Alternativen zu Gas- und Ölheizungen entdeckt. Doch ist auch Energieeffizienz zu einem wichtigen Thema geworden. Das Sparpotenzial im Gebäudebereich ist weiter groß. Aktuell werden hier rund 35 Prozent der gesamten deutschen Endenergie verbraucht. Wie sich Verbrauch und Kosten durch private Investitionen senken lassen, wissen auch Fachfirmen in und um Rathenow.





