Probleme mit Zähnen – wann wird das zum echten Notfall?
In den Notdienst-Kästen der gedruckten BRAWO-Ausgaben Rathenow, Falkensee und Brandenburg an der Havel sind auch die Namen der Zahnärzte in regionaler Bereitschaft zu finden. Patienten müssen teils weite Wege auf sich nehmen. Es gilt zu bedenken, was als zahnärztlicher Notfall gilt.
Zahnärzte sind auch nur Menschen, wollen ihren Feierabend, Feiertage oder das Wochenende genießen. Da aber Notfälle häufig unvermittelt auftreten, besteht zahnärztlicher Bereitschaftsdienst. Beispielsweise in der Region Brandenburg/Havel und westliche Landkreise Havelland und Potsdam-Mittelmark ist Dr. Andrea Ohme-Löser im mittelmärkischen Wusterwitz am 17. März 2026, ein Dienstag, an der Reihe. Patienten aus dem havelländischen Rathenow müssten einen mehr als 30 Kilometer langen Anfahrtsweg auf sich nehmen, aber erst nach telefonischer Kontaktaufnahme! Die Nummer steht im Notfallkasten.
„Nicht bei jedem Zahnschmerz, der unverhofft in der Nacht auftritt, handelt es sich um einen Notfall, mit dem man sofort einen Zahnarzt aufsuchen muss“, wie die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZV) auf ihrer Internetseite wissen lässt. Zu Notfällen, die eine entsprechende zahnärztliche Behandlung erfordern, werden Unfallverletzungen im Bereich von Zahn, Mund und Kiefer gezählt, ferner Nachblutungen nach zahnärztlich oder chirurgischen Eingriffen sowie fieberhafte Abszesse oder akute Entzündungen. „Bei bereits länger andauernden Zahnschmerzen genügt meist die Einnahme einer Schmerztablette. Am nachfolgenden Tag ist unbedingt der Hauszahnarzt aufzusuchen“, wie hier ebenso zu lesen ist.
Im Telefonat lässt sich besprechen, ob sich eine Behandlung eventuell bis zum nächsten Tag aufschieben lässt und durch den Hauszahnarzt durchgeführt werden kann. Nur wenn es sich um einen Notfall außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten handelt, steht zahnärztlicher Bereitschaftsdienst zur Verfügung.





