Pläne von Norma und Netto Marken-Discount in Rathenow politisch abgesegnet
Norma im Osten von Rathenow und Netto Marken-Discount in zentraler Kernstadtlage haben Grünes Licht erhalten. Die Stadtpolitik hat Projekte in der Weise abgesegnet, dass sie starten können.
Norma plant einen Neubau, unweit des alten Standorts, direkt an der Bammer Landstraße (B188), auf der Grünfläche gegenüber der Volkshochschule. Aus bisher 700 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen, einschließlich Metzger oder Backshop, insgesamt 1.400 werden. Da es sich um einen Einzelhandelsbetrieb größer als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche handelt, ist ein Bebauungsplan notwendig. Im Parallelverfahren wird die 17. Änderung des Flächennutzungsplanes vollzogen. Die Darstellung im Flächennutzungsplan erfolgte als Grünfläche. Der Planbereich erstreckt sich über insgesamt 7.000 Quadratmeter.
Gegen diesen Plan tat ein Anwohner-Ehepaar in der letzten Stadtverordnetenversammlung ihre Kritik kund und ärgerte sich über die Neuversieglung einer Grünfläche: „Wir bekommen den Supermarkt, mit allen möglichen Folgen, wie Lärmbelästigung oder Treff wie vor Rewe, direkt vor unseren Wohnblock gesetzt.“ Am alten Standort sind 60 Mietparteien unmittelbar benachbart. Am neuen Standort werden es 65 Mietparteien sowie sechs Einfamilienhäuser sein.
Der „alte“ Norma-Markt soll nicht zur Ruine werden; die Stadt will diese Fläche erwerben und hat bereits Pläne zur weiteren Gestaltung und Nutzung. Um keinen Umzug handelt es sich beim Netto Marken-Discount. Die Erweiterung von bisher 800 Quadratmeter Verkaufsfläche auf maximal 1.050 samt Modernisierung erfolgt auf dem bisherigen Grundstück in der Brandenburger Straße, in Richtung eines Teils der derzeitig eher großzügigen Parkplatz-Fläche. Die Modernisierung beinhaltet die Verringerung der Regalhöhen und die Verbreiterung der Gänge zwischen den Regalen. Bei diesem Vorhaben soll das vereinfachte Verfahren, nach Paragraf 13a Baugesetzbuch, angewandt werden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 6.787 Quadratmetern.
Nahezu einstimmig, mit einer Gegenstimme bzw. einer „Nein“-Stimme, beschlossen die – vollzählig anwesenden – Stadtverordneten beide Beschlussvorlagen in ihrer Sitzung am 4. März und folgten so der Empfehlung des Bauamts der Stadt. Die Bauvorhaben sind mit dem kommunalen Einzelhandelskonzept abgestimmt.





