Pfarrer hat sich auch bei Handwerkern in Rathenow unbeliebt gemacht
Unter der Überschrift „Mann Gottes, der Gemeinde verfluchte“ berichtete BRAWO kürzlich über einen Pfarrer aus Rathenow. Dazu gab es jetzt eine Leserreaktion.
Johann Christoph Schinnemeyer (1696-1767) hieß der evangelische Mann Gottes. Seine 1751 gehaltene Abschiedspredigt in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche wurde sabotiert, was ein schlechtes Licht auf die damalige Gemeinde wirft. Wolfram Bleis, Vorsitzender des Rathenower Heimatbund e.V., macht nun wichtige ergänzende Angaben.
Offenbar war Schinnemeyers Charakter so geartet, dass er am jeweiligen Dienstort nur kurze Zeit brauchte, um besonders „beliebt“ zu sein, so Bleis. „Nach dem erhaltenen Schriftverkehr bei uns hat er sich laufend beim Magistrat über wirkliche (oder vermeintliche) Baumängel an seinen Wohn- und Nebengebäuden beschwert. Kamen die Handwerker, hat er sich postwendend über ihre schlechte Arbeit und eine mangelnde Arbeitsmoral beklagt. Da das jeweils mit Name und Beruf genannt wurde, ist nachvollziehbar, dass die Rathenower auch froh waren, ihn wieder los zu sein, egal ob mit Fluch oder ohne.“ Der Beitrag zum Mann Gottes, der die Gemeinde verfluchte, ist weiterhin hier verfügbar.





