Padel: neuer Trendsport in Falkensee
Wo einst ein Möbellager und zuvor eine Kartbahn ihr Zuhause hatten, entsteht derzeit eine neue Sportstätte exklusiv für Padel-Liebhaber. Gespielt werden kann bereits jetzt. Es ist ein sogenannter Softlaunch, der derzeit in der Straße der Einheit 112 stattfindet. In der Halle herrscht emsiges Treiben. Betonmischer drehen ihre Runden, große Metallzäune werden errichtet, im Eingangsbereich entsteht ein Bar-ähnlicher Tresen. Ein weißes Zelt dient übergangsweise als Umkleide. Auf mehreren mit blauem Untergrund versehenen Spielflächen sind bereits Menschen mit Schlägern und Bällen zugange. Hier entsteht gerade eine Padel-Halle.
Es war im Spanienurlaub als Toni Schulz dem Padel-Sport verfallen ist. Gleich war ihm klar, das Spiel muss in der Region verfügbar gemacht werden. Ein bisschen Zufall und sein Business-Partner halfen dann, die leerstehende Halle in Falkensee zu finden. Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash und derzeit der am schnellsten wachsende Sport weltweit. Seit Mai besteht der Mietvertrag und begannen die notwendigen Umbauarbeiten, um in der leeren Halle die Spielflächen, die sogenannten Courts, anzulegen.
Neun Courts entstehen insgesamt, darunter fünf Doppelcoourts, drei Singlecourts und ein Kindercourt. Die letzten Courts sollen in der kommenden Woche fertig werden. Seit August kann man aber schon auf den ersten fertigen Courts – zwei Single- und vier Doppelcourts – spielen. Der Sanitärbereich wird etwas länger brauchen bis zu seiner Fertigstellung, doch soll noch im Oktober fertig werden. Wenn der Umbau- und Ausbau komplett abgeschlossen ist, soll es auch eine Einweihungsparty geben, so Inhaber Toni Schulz, wann das seien wird, kann er aber noch nicht sagen. Wahrscheinlich wird es November werden, bis alles einhundert Prozent fertig ist.

Was ist Padel?
Padel sei für jedermann und jederfrau geeignet, erklärt Toni Schulz. Das Spiel sei leicht zu lernen und schnell zugänglich. Die größten Unterschiede beispielsweise zum Tennis sind die Größe des Courts, der wesentlich kleiner ist als ein Tennisplatz und die Tatsache, dass die Banden des Courts als Spielfläche mitgenutzt werden können. Deswegen sind die Courts an den kurzen Enden auch von speziellen Glaswänden umgeben, währen die seitlichen Wände ein Metallgitter aufweisen.
Ein Standardcourt hat in etwa die Maße 20 mal 10 Meter (Einzelcourt 6 mal 20 Meter) und ist von einem Netz, ähnlich wie beim Tennis, unterteilt. Gespielt werden kann im eins gegen eins oder zu viert im zwei gegen zwei. Die Punkte werden wie beim Tennis gezählt.
Die Schläger sind im Gegensatz zum Tennis nicht bespannt, sondern mit einer harten Oberfläche und Löchern ausgestattet. Sie sind kleiner und leichter als Tennis- oder Squash-Schläger und damit leichter zu handhaben. Die Bälle sehen zwar auf den ersten Blick aus wie Tennisbälle, sind aber mit geringerem Druck versehen und dadurch weicher und langsamer. Padel erfordere dadurch weniger Kraft und Technik als Tennis oder Squash, kann leichter erlernt werden und macht gleich beim ersten Spielen Spaß.
Punkte werden analog zum Tennis gezählt, also 15 / 30 / 40 / Spiel. Ein Satz wird mit sechs Punkten und zwei Punkten Vorsprung gewonnen, also zum Beispiels 6 zu 4. Bei einem Gleichstand von 6 zu 6 in einem Satz wird ein Tie-Break gespielt, mindestens bis 7 Punkte (auch hier muss mit 2 Punkten Vorsprung gewonnen werden). In der Regel werden maximal drei Sätze gespielt, also zwei Gewinnsätze.
Wer den Padel-Sport zunächst nur ausprobieren möchte, der braucht nicht gleich ins Sportfachgeschäft zu gehen und sich voll auszustatten. Denn Equipment kann man sich vor Ort ausleihen, sowohl Schläger als auch Bälle. So steht einem ungezwungenen Kennenlernen nichts im Wege. Es ist auch immer fachkundiges Personal vor Ort, das eine kurze Einführung in die Regeln geben kann.
Geplant sind zudem regelmäßige Events, kleine Turniere und auch Kurse, sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene. Bestimmte Veranstaltungen, wie eine Ladys Night und kleinere Turniere, finden derzeit sogar bereits statt. Selbst ein Event mit Padel und Pilates steht bereits zur Auswahl. Wer sich dafür interessiert, findet die Ankündigungen auf dem Instragram-Kanal (@quality_padel) oder über die Buchungsplattform Playtomic. Geöffnet ist übrigens an sieben Tagen in der Woche.





