Orte und Straßen im östlichen Havelland entlasten – Welche die Gemeinde Wustermark im Fokus hat
Ketzin/Havel, Brieselang, Nauen und Wustermark: Das östliche Havelland hat sich zum bedeutenden Logistik-Standort entwickelt. Zunehmender Verkehr hat jetzt eine regionale Kooperation bedingt.
Die Bürgermeister von Brieselang, Wustermark, Nauen sowie die Bürgermeisterin von Ketzin/Havel haben entsprechend politischer Beschlüsse in ihren Kommunen eine Absichtserklärung unterzeichnet. Dabei anwesend war der Landrat. Im Kern geht es um ein abgestimmtes Verkehrskonzept. Die dynamische Wirtschaftsentwicklung in der Region und die damit einhergehenden verkehrlichen Herausforderungen würden einen gemeinsam koordinierten Lösungsansatz erfordern, wie es heißt.
„Während die Wirtschaft nicht zuletzt aufgrund der GVZ-Weiterentwicklungen in Wustermark Nord und in Brieselang z.B. mit der Neuansiedlung des Edeka-Logistikstandorts und weiteren geplanten Unternehmensansiedlungen anhaltend prosperiert, leiden einzelne Ortschaften bereits jetzt unter überlasteten Ortsdurchfahrten und stark beanspruchten Straßen“, wie es wörtlich auf www.wustermark.de steht. So erfreulich die entstandenen und die entstehenden Arbeitsplätze und Steuereinnahmen für die Region seien: „Eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung darf nicht zu einem Lebensqualitätsverlust der Anwohnenden führen.“
Mit dem gemeinsamen Bekenntnis zu einer gemeinsamen Verkehrsentwicklungsstrategie und deren Umsetzung würden Brieselang, Nauen, Wustermark und Ketzin/Havel nun gemeinschaftlich an der Erarbeitung einer Lösung komplexer Problemlagen agieren, die sich auf den Wirtschaftsraum zwischen dem Gewerbestandort Etzin und der A-10-Anschlussstelle Falkensee über Gebiete aller vier genannten Städte und Gemeinden erstrecken.
Ziele der interkommunalen Zusammenarbeit sind, eine leistungsstarke Anbindung der Gewerbestandorte für den Wirtschaftsverkehr bei gleichzeitiger Entlastung von Ortsdurchfahrten zu erreichen. So liegt beispielsweise der Ortsteil Wernitz im Fokus der Gemeinde Wustermark. Ziel sei es hier, die Ortsdurchfahrt spürbar zu entlasten, den Wirtschaftsverkehr besser zu lenken und mögliche Maßnahmen wie eine Umfahrung zu prüfen, wie es weiter heißt.
Erste konkrete Maßnahme der Interkommunalen Zusammenarbeit ist die Beauftragung der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH (IPG) mit der Erstellung eines Verkehrskonzepts für den Wirtschaftsraum. Es soll derzeitige und zu erwartende Verkehrsaufkommen unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungsplanungen einbeziehen und einen Maßnahmenkatalog einschließlich Kostenschätzung und Finanzierungsoptionen enthalten, um verkehrliche Engpässe und Nutzungskonflikte unter anderem durch Umfahrungen der Orte Bredow und Wernitz zu beseitigen und Verbesserungen von Anschlussstellen an das Bundesfernstraßennetz zu lösen.





