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Montag, 17. August 2026

Ohne Duncker keine Stadt der Optik!

Havelland, Rathenow
duncker-platz
Das Denkmal auf dem Dunckerplatz in Rathenow: Johann Heinrich August Duncker (1767-1843) ist der Vater der optischen Industrie. Der 10. März 1801 ging dabei in Stadt und Wirtschaftsgeschichte ein. Foto: René Wernitz

Generationen fanden Beschäftigung in der optischen Industrie der Stadt Rathenow. Was als Einmannbetrieb am 10. März 1801 begann, entwickelte sich in Spitzenzeiten zu einer Branche mit mehreren tausend Angestellten.

​Der 10. März ist in der Rathenower Geschichte ein Jubeltag. Vor 225 Jahren begründete der handwerklich begabte Geistliche Johann Heinrich Dunker die optische Industrie, wegen der sich sein Geburtsort stolz „Stadt der Optik“ nennt. Wie viele Menschen in der Branche beschäftigt waren, lässt sich schwer schätzen. Doch gibt es historische Eckdaten. 

Demnach soll allein in der von Duncker gegründeten Firma die Belegschaft zwischen 1898 und 1914 von vormals 240 auf 1.720 Angestellte gestiegen sein. Derweil soll es um 1900 bereits 163 selbstständige Unternehmen im Optik-Bereich gegeben haben. In Spitzenzeiten der Rathenower Optischen Werke (ROW) nach 1945 sollen hier bis zu 4.500 Menschen beschäftigt gewesen sein. Heute sind in der gesamten Branche vor Ort bis zu 1.300 Angestellte tätig. 

Die „Stadt der Optik“ begeht ihr Jubiläum erst im September 2026. Am Jubiläumstag bietet sich allen, die sich als Teil der Geschichte sehen, und denjenigen, die von der Bedeutung Dunckers erfahren möchten, der Besuch im Optik-Industrie-Museum Rathenow (www.oimr.de) an. Am Dienstag, 10. März 2026, bietet es von 11.00 bis 17.00 Uhr freien Eintritt. 

Das Museum wird von der Kulturzentrum Rathenow GmbH betrieben. Sie kündigt „wahre (Wissens-)Schätze“ an. Die Mittagsführung ab 11.00 Uhr ist bereits ausgebucht, für die um 16.00 Uhr kann man sich unter 03385/519040 oder per E-Mail an info@optik-ausstellung-rathenow.de anmelden. Laut Kulturzentrum erwarte alle Museumsgäste ein Tag voller Rätsel-, Mitmach- und Erkundungsspaß, „ehe am Abend, um 18.00 Uhr, ein Vortrag dem Aktionstag seinen gebührenden Abschluss verleiht“. Den Vortrag im Blauen Saal hält die frühere Museumsleiterin Dr. Bettina Götze. Die Historikerin und Museologin forscht seit Ende der 1980er-Jahre zur Geschichte der Stadt Rathenow und der Geschichte der optischen Industrie.

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