Norwegische Frau Gottes: Rosemarie Köhn verewigt vor ihrer Taufkirche in Rathenow
Der in Rathenow geborenen Ehrenbürgerin Rosemarie Köhn (1939-2022) ist an ihrer Taufkirche ein Denkmal gewidmet. Enthüllung war am Stadtfestsonntag, 6. September 2026. Die Frau Gottes hat in Skandinavien Religionsgeschichte geschrieben.
Ein Moment mit Knalleffekt in Norddeutschland: Im April 1992 wurde Maria Jepsen zur weltweit ersten lutherischen Bischöfin. Schon im Juni vollzog sich in Nordamerika bislang Undenkbares, als April Ulring Larson in das geistliche Amt gewählt wurde, das bislang nur Männern vorbehalten war.
Die im Westhavelland getaufte Rosemarie Köhn schrieb für Skandinavien und ganz Nordeuropa lutherische Religionsgeschichte, als sie zur Bischöfin im norwegischen Hamar wurde. Später erlangten Frauen auch in Dänemark, Schweden, Finnland und Island das Bischofs- bzw. Bischöfinnenamt.
Jetzt ist der gebürtigen Rathenowerin ein Denkmal vor ihre Taufkirche gewidmet. 2021, ein Jahr vor ihrem Tod, wurde sie zur Ehrenbürgerin ernannt. Seit 2011 gehörte Rosemarie Köhn dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche an.

Unter dem Buchtitel „Rose“ war 2007 eine von Autorin Gry Espedal verfasste Biografie in Norwegen erschienen. Mehrere Kapitel sind Rathenow und Rosemarie Köhns Kindheit gewidmet. 1946 war die aus Norwegen stammende Mutter mit der Tochter ins skandinavische Land ausgewandert.





