Neuer Kreisverkehr in Schönwalde-Glien soll auch bremsen
Nach rund elf Monaten Bauzeit ist am 30. Mai 2026 in Schönwalde-Dorf an der L20 der neue Kreisverkehr freigegeben worden. Spatenstich für die Baumaßnahme war am 2. Juni vergangenen Jahres gewesen. Auch hier hatte der strenge Winter den ambitionierten Zeitplan etwas nach hinten verschoben. Entstanden sind neben dem Kreisverkehr mit 40 Metern Durchmesser auch neue Anbindungen an die Alte Gartenstraße sowie nach Süden in Richtung Ackerstraße, sowie ein begleitender Rad- und Fußweg.
1,8 Millionen Euro insgesamt hat das Bauwerk gekostet, inklusive neuem Rad- und Fußweg und entsprechenden Querungsmöglichkeiten. Den Löwenanteil der Kosten deckt die Gemeinde. Allerdings haben sich die Investoren des Wohngebiets Wiesenweg (Bonava) und der Gartensiedlung Schönwalde-Dorf (Tamax) an den Kosten beteiligt. Rund 125.000 Euro beziehungsweise 370.000 Euro wurden dazu gegeben.
Ein großer Stein sei ihm vom Herzen gefallen, sagte Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) zur offiziellen Freigabe des Kreisverkehrs. Denn dieser sorge nicht nur für die bessere Anbindung der neuen Wohngebiete, sondern diene auch als „Bremse“. Der schnellste jemals an der Ampel in Schönwalde-Dorf geblitzte Fahrer hatte 188 km/h auf dem Tacho, erklärte Oehme. Der Kreisverkehr soll hier die Auto- und Motorradfahrer zum langsamen Fahren zwingen, insbesondere aus Richtung Bötzow.
Mit dämmerungsgesteuerten Straßenlaternen wurde indes der komplett neu entstandene Zubringer zum südlichen Teil von Schönwalde-Dorf ausgestattet. Die Lichthelligkeit der Leuchten kann zudem in den Nachtstunden gesenkt werden, um die Lichtverschmutzung so gering wie möglich zu halten. Auch an die Landwirte wurde gedacht, die dort links und rechts die Felder bewirtschaften – sie haben eine Anbindung bekommen, so dass sie nicht über die Regenwassermulden fahren müssen.
Gedacht wurde bei dem neuen Kreisverkehr auch an mögliche Schwerlasttransporte. Diese können einfach durch die normalerweise mit Pfosten gesicherte Mitte des Kreisverkehrs geradeaus durchfahren. Rund um den Kreisverkehr und an der neuen Erschließungsstraße sind zudem 64 Bäume gepflanzt worden, Winterlinden um genau zu sein.
Demnächst wird in Etappen die Bötzower Straße angefangen zu bauen. Das werde sich bis ins nächste Jahr hineinziehen, so der Bürgermeister, aber es werde dieses Jahr noch den ersten Spatenstich geben. Auch hier wird dann die Anbindung an die Landesstraße optimiert, allerdings ohne Kreisverkehr, dafür mit Abbiegespuren und Mittelinseln.





