Neuer Brandenburgischer Kunstpreis für Künstlerpaar aus Brandenburg an der Havel
In Anwesenheit von Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Kulturstaatssekretär Tobias Dünow wurden am Sonntag in Cottbus die neuen Brandenburgischen Kunstpreise gemeinsam mit Jury-Vertretern vergeben.
Dabei wurde auch ein Künstlerpaar aus der Havelstadt bedacht: Der mit einem Stipendium in Höhe von 10.000 Euro verbundene Nachwuchsförderpreis der Kulturministerin Dr. Manja Schüle ging in diesem Jahr an das kongolesisch-deutsche Künstler*innenduo Mukenge/Schellhammer. Ausgezeichnet werden Christ Mukenge, geboren 1988 in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo, und Lydia Schellhammer, geboren 1992 in Konstanz.
Das Duo lebt und arbeitet seit 2016 sowohl in Brandenburg an der Havel als auch in Kinshasa. In seiner gemeinsamen künstlerischen Praxis verbindet es kongolesische und westliche Maltraditionen mit Einflüssen der zeitgenössischen Populärkultur. Dabei verstehen Mukenge/Schellhammer Malerei als einen offenen Raum, in dem unterschiedliche kulturelle Erfahrungen, Bildwelten und Perspektiven aufeinandertreffen und miteinander in Beziehung treten.
Ihr künstlerischer Ansatz geht über klassische Malerei hinaus und setzt sich mit den Möglichkeiten des postdigitalen Zeitalters auseinander. Neben Malerei und Zeichnung entstehen Video- und Performancearbeiten sowie multimediale und installative Werke. Auch digitale Medien wie Augmented Reality und Virtual Reality fließen in ihre Arbeit ein.
Aus der Verbindung verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen und kultureller Perspektiven entwickelt das Duo eine eigenständige Bildsprache. Die Arbeiten von Mukenge/Schellhammer wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und international präsentiert.
Die drei Einzelpreise in Höhe von jeweils 10.000 Euro für herausragende Positionen der zeitgenössischen Kunst gingen in diesem Jahr an Maren Strack (Birkenwerder), Peter Rohn (Potsdam) und Gabriele Konsor (Strohdehne). Den mit 15.000 Euro dotierten Ehrenpreis des Ministerpräsidenten für ein Lebenswerk erhielt Christa Jeitner (Bernau).
Der Brandenburgische Kunstpreis wird seit 2004 vergeben und geht auf eine Initiative der Märkischen Oderzeitung zurück. Im Jahr 2024 wurde er erstmals vom Land Brandenburg in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg vergeben. Nach einer Pause im vergan-genen Jahr wird der neu konzipierte Preis nun vom Kulturministerium in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst sowie mit Unterstützung unabhängiger Jurys verliehen.





