Neue Feuerwehr in Schönwalde-Glien soll im April 2027 fertig sein
Im Schönwalder Ortsteil Dorf entsteht ein dringend benötigtes neues Feuerwehrdepot. Am 25. August 2026 war symbolischer erster Spatenstich, bei dem die Gäste etwas Geduld brauchten. Der angekündigte Innenminister Jan Redmann steckte im Berufsverkehr fest und war erst mit fast einer halben Stunde Verspätung vor Ort. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch, schließlich hatte man sich hier eingefunden, um ein wirklich wichtiges Projekt an den Start zu bringen.
Die Freiwillige Feuerwehr in Schönwalde-Dorf feiert im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag, und quasi genauso alt ist ihr Gerätehaus. Es bietet längst nicht mehr genug Platz und entspricht nicht den derzeitigen Standards. So führte Ortswehrführerin Dorothee Katzur aus, dass sich die Kameradinnen und Kameraden bei Einsätzen neben dem Fahrzeug umziehen müssten, die Kleidung für die Jugendfeuerwehr in der Küche untergebracht ist und nur eine einzige Dusche für alle zur Verfügung stehen würde. Es wird also höchste Zeit für eine neue Wache.
Mit geschätzten Baukosten von rund 3,6 Millionen Euro, wobei 800.000 Euro aus Fördermitteln vom Land Brandenburg aus der Feuerwehrinfrastruktur-Richtlinie gedeckt werden, entsteht nun auf einer insgesamt rund 6.700 Quadratmeter großen Grundstücksfläche eine neues Feuerwehrdepot mit rund 860 Quadratmeter Grundfläche. Neben Platz für die Einsatzfahrzeige gibt es nach Fertigstellung dann auch zeitgemäße Funktionsräume, sowie einen Schulungsraum für Aus- und Fortbildung. Das soll auch die Attraktivität der Freiwilligen Feuerwehr steigern, denn neue Kameradinnen und Kameraden sind immer willkommen.
Im vergangenen Jahr hat die Feuerwehr mehr als 100 Einsätze geleistet, verriet Bürgermeister Bodo Oehme. Der Standort am Rande des Dorfes ist dem Platz geschuldet, im Dorfkern gab es kein geeignetes Grundstück. Gebaut wird das Gebäude von H.-Ulrich Opitz und seiner O & F Bauunternehmung GmbH aus Rathenow. Einen ambitioniert wirkenden Zeitplan verriet Opitz zum Spatenstich: Wenn alles wie geplant funktioniert, soll der Stahlbetonbau bereits Ende April 2027 komplett fertig sein.
Das neue Feuerwehrdepot ist Teil einer etwas mehr als 21.000 Quadratmeter großen Fläche, die als Gemeindebedarfsstandort klassifiziert und auf der in der Zukunft gegebenenfalls Platz weitere Einrichtungen für soziale oder sportliche Zwecke vorhanden ist, beispielsweise eine Kita, Unterkünfte für Wohnungslose oder ein Bolzplatz.





