Musiker aus dem japanischen Odate, wo auch der weltberühmte Hund Hachiko geboren wurde
Japan übt eine starke Faszination aus, obgleich die meisten von uns wohl nur mit Schlagworten wie Sushi und Suzuki in Berührung kommen. Im Havelland gibt es an diesem Wochenende, 21./22. März 2026, erstmals ein Japanisches Kulturfestival.
Veranstaltungsort ist Schloss Ribbeck. Dahin laden die Havelländischen Musikfestspiele ein. Im Hauptprogramm gibt es am Samstag und Sonntag (16.00 Uhr) je ein Konzert. Teezeremonie, Tuschemalerei (beides nur am Samstag), Kendo-Kampfkunst und Verkostung von Sake (nur Sonntag) bilden das Rahmenprogramm ab 15.00 Uhr. An beiden Tagen informiert die Volkshochschule Havelland über Japanisch-Kurse.
Am Samstag spielt und singt das Japanische Kammerensemble zum Thema „Frühlingsgefühle“, die im Land der aufgehenden Sonne stark durch die Sakura genannte Kirschblüte geprägt werden. Konzertgast am Sonntag ist Fumito Nunoya. Er nimmt die Gäste mit auf eine Marimba-Exkursion.
Nunoya wird zu den international führenden Interpreten auf diesem ebenso seltenen wie vielseitigen Instrument mit Holzklangstäben gerechnet. Im Jahr 2009 hat Nunoya eine Gastprofessur für Marimba an der Hochschule für Musik in Detmold (Nordrhein-Westfalen) übernommen. Bis heute unterrichtet er dort als Dozent an einer der wenigen Musikhochschulen in Europa, an denen ein Konzertexamen mit dem Marimbaphon absolviert werden kann. In seiner Freizeit agiert Fumito Nunoya als „Sightseeing-Botschafter“ seiner japanischen Heimatstadt Odate.
Zum national und international prominentesten Wesen der Stadt wurde ein Hund. Die tragisch-schöne Geschichte des 1923 geborenen Hachiko wurde sogar verfilmt. Er starb 1935 in der Hauptstadt Tokio, wo ihm an einem Bahnhof ein Denkmal gesetzt wurde.





