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Freitag, 8. Mai 2026

Mit Buzzer und Segen ins neue Einsatzzeitalter – Feuerwehr jetzt noch besser gerüstet

Wiesenburg
Gruppe am Tisch
Der große Moment: Nach dem Druck auf den Buzzer rollte das neue Feuerwehrfahrzeug mit Sirene an. Foto: Eva Loth

Investitionen in Feuerwehrtechnik sind keine Ausgaben, sondern Investitionen in die Sicherheit der Bevölkerung. Das sieht auch die Gemeinde Wiesenburg/Mark so. Sie hat es in den vergangenen Jahren geschafft, alle Ortswehren mit wasserführenden Fahrzeugen auszustatten.

Drei Jahre haben die Gruboer Kameraden auf ihr neues Einsatzfahrzeug gewartet. Kurz vor Weihnachten konnten sie es bei der Firma Rosenbauer in Luckenwalde in Empfang nehmen. Das Fahrzeug nennt sich HLF 10 und ist eine Kombination aus Löschtechnik und technischer Hilfeleistung. 1400 Liter Wasser können damit zum Einsatzort transportiert werden, 560 Meter Schlauchmaterial sind mit an Bord. Nach der Ankunft in Grubo haben die Kameradinnen und Kameraden das Fahrzeug aufpoliert und versiegelt, denn es soll lange halten. Immerhin hat es 442.000 Euro gekostet, der Eigenanteil der Gemeinde betrug 225.000 Euro.

Es ist die fünfte Fahrzeugindienststellung für Grubo, wie Ortswehrführer Michael Borchhardt in seiner Ansprache berichtete. Und das neue Fahrzeug war notwendig, denn die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren werden vielseitiger. Es sind nicht nur Brände zu bekämpfen, sondern es ist auch oft technische Hilfe zu leisten. Mit dem neuen Fahrzeug haben die Kameraden alle notwendige Technik zur Verfügung.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Einweihung des neuen Gerätehauses wurde nun das neue Fahrzeug feierlich eingeweiht. Und das sogar in der neuen Tagesdienstbekleidung. Diese garantiert endlich ein einheitliches Auftreten der Kameraden.

Zur Einweihung war nicht nur Wiesenburgs Bürgermeister Marco Beckendorf anwesend, sondern auch Landrat Marko Köhler, Kreisbrandmeister Jens Heinze, Gemeindewehrführer Jens-Uwe Werner und Landtagsabgeordnete Melanie Balzer. Bürgermeister und Landrat betonten noch einmal die Wichtigkeit der neuen Ausstattung. „Die Sicherheit im ländlichen Raum ruht größtenteils auf ehrenamtlichen Schultern“, so der Landrat und würdigte damit das Engagement der freiwilligen Kräfte.

Aber wo war denn nun das neue Auto? Die Kinderfeuerwehr und die Gäste riefen es mit einem Countdown und dem Druck auf einen Buzzer herbei. Dieser löste ein Signal für den Maschinisten aus. Mit Sirene fuhr das neue Fahrzeug endlich auf die Einfahrt. Dann kam es zum wohl wichtigsten Teil – der Segnung. Für Pfarrer Matthias Stephan ist so etwas auch immer etwas Besonderes. „Der Segen ist die Kraft, die von Gott kommt und sie lässt Euch wachsen und stärkt Euch“, gab er den Kameradinnen und Kameraden mit auf den Weg. Denn Technik allein bewirke keine Wunder, dazu braucht es Menschen. Und so wurde auch der heilige Florian um seine Hilfe gebeten.

Der heilige Florian gilt als Schutzpatron der Feuerwehr, da er laut Legende als Kind ein Haus mit einem Eimer Wasser löschte und später als Soldat für seinen christlichen Glauben starb. Er symbolisiert Schutz vor Feuer und Wasser. Aufgrund dieser Tradition heißen Feuerwehrfahrzeuge im Funkverkehr oft „Florian“ und Feuerwehrleute werden „Floriansjünger“ genannt.

Durch kleine Gitterstäbe hindurch ist ein Hahnenkopf zu sehen. Der Hahn ist dunkelbraun mit einem roten Kamm.

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