Mähroboter vs. Igel – Landkreis Havelland sorgt sich um kleine Gartentiere
Der Landkreis Havelland sorgt sich um Igel und andere Kleintiere. Er möchte dafür sensibilisieren, auf sie bei der Gartenpflege Rücksicht zu nehmen und sieht in Mährobotern eine konkrete Gefahr.
„Mähroboter können insbesondere in den Abend- und Nachtstunden eine Gefahr für wildlebende Kleintiere darstellen. Viele Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv, bewegen sich langsam fort oder verharren bei Gefahr regungslos. Gerade im Frühjahr nach dem Winterschlaf und im Herbst, wenn Jungigel unterwegs sind, werden sie von den Geräten oft nicht rechtzeitig erkannt und können schwer verletzt oder getötet werden“, wie der Landkreis aktuell wissen lässt.
Er regt daher an, Mähroboter nur tagsüber, etwa von einer halben Stunde nach Sonnenaufgang bis eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, und nach Möglichkeit unter Aufsicht einzusetzen. Bei modernen Geräten könnten die Zeiten entsprechend programmiert werden. Auch empfehle sich ein Mäher mit sogenanntem Fliehkraft-Messer. Die wenige Zentimeter langen Messer würden beim Mähen durch die Fliehkraft nach außen gedrückt und das Gras absensen: „Treffen sie auf ein Hindernis, klappen sie weg.“ Auch Modelle mit KI-gestützter Kameratechnik, die Kleintiere erkennen und umfahren können, sollten eingesetzt werden.
Vor dem Mähen empfehle sich zudem ein kurzer Blick in hohe Grasbereiche, unübersichtliche Ecken und Randstreifen. Auch eine naturnahe Gartengestaltung mit Rückzugsräumen, etwa durch Hecken, dichte Bodendecker, Laubhaufen, Totholzhaufen oder andere Unterschlupfmöglichkeiten, trage zum Schutz der Tiere bei, so der Landkreis.





