Landesbauernverband Brandenburg feierte sein 35-jähriges Jubiläum auf dem Spargelhof Klaistow
Seit 35 Jahres vertritt der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) die Interessen der Landwirte in der Mark. Auf Winkelmanns Spargelhof Klaistow trafen sich rund 220 Delegierte aus den verschiedenen Landkreisen, um über die Zukunft der Landwirtschaft im Land zu beraten.
Der Brandenburger Bauernpräsident Hendrik Wendorff begrüßte die Landwirte mit eindringlichen Worten. „Wir können stolz darauf sein, trotz zahlloser Widerstände und Turbulenzen eine einzigartige Agrarstruktur in Europa erhalten und geformt zu haben“, sagt er. Neben Landrat Marko Köhler (SPD) sprachen auch die Fraktionsvorsitzenden der Fraktionen im Brandenburger Landtag Grußworte.
Nach wie vor sehen sich die Landwirte im Land vielen Herausforderungen gegenüber. Richtlinien und Vorgaben durch die EU, Mindestlohn, Klimawandel und Bürokratie im Allgemeinen. Im Land Brandenburg macht den Landwirten die Abnahme der Nutztierbestände sorgen. Diese sind für eine Kreislaufwirtschaft auf den Höfen zwingend notwendig. Fragen wie die Hofnachfolge und wie macht man landwirtschaftliche Berufe für die junge Generation attraktiv, waren Thema.
Erwähnt wurde eine mangelnde Schulbildung der Bewerber für diese Berufe. Zu den großen Herausforderungen gehört im europäischen Vergleich Produkte „Made in Brandenburg“ fest auf dem Markt zu etablieren und mit Blick auf die globalen Krisen dieser Zeiten wird gleich mehrfach betont, wie wichtig eine regionale Versorgung mit Lebensmitteln ist.
Zu den großen Projekten für die Zukunft gehört für den LBV eine gesetzliche Verankerung als anerkannter Landwirtschaftsverband. Hintergrund: Die Landwirtschaft hat bislang, anders als Naturschutz, Jagd oder Kommunen, keine gesetzlich verankerte Rolle in Planungsverfahren und Rechtssetzungsprozessen. „Entscheidungen mit direkten Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen werden häufig ohne die frühzeitige Mitwirkung der Praxis getroffen“, so die Begründung von Seiten des Verbandes.
Dazu erläutert LBV-Hauptgeschäftsführer Denny Tumlirsch: „Da die Natur eine kollektive Stimme braucht, um sich gegen Beeinträchtigung zu wehren, braucht auch die Landwirtschaft eine kollektive Stimme, um sich gegen Beeinträchtigung zu wehren.“
Im Februar 1991 schlossen sich der Bauernverband und der Genossenschaftsverband der LPG des Landes Brandenburg in Kyritz zum Landesbauernverband Brandenburg e.V. zusammen. Ein Jahr später, 1992, wurden 5 525 landwirtschaftliche Betriebe im Land gezählt, 2023 waren es 5 370 landwirtschaftliche Betriebe.





