Krummer Luchweg in Falkensee wieder befahrbar
Der Ausbau des Krummer Luchwegs zwischen Falkenhagener Straße und Fehrbelliner Straße in Falkensee ist nach rund neun Monaten Bauzeit beendet. Das 310 Meter lange Teilstück wurde am Freitag, 17. April 2026, für den Verkehr freigegeben.
Im Juli letzten Jahres hatten die Bauarbeiten begonnen, die eigentlich bereits im Dezember erledigt sein sollten. Doch dann kam mal so ein richtiger Winter, Eis und Schnee läuteten eine Winterpause ein und verzögerten damit den Abschluss der Arbeiten. Nun aber könnten sich besonders die Anwohner freuen, sagt Baudezernent Thomas Zylla bei der Freigabe der Straße. Denn bisher ruckelten und zuckelten hier Lkws und Linienbusse über Kopfsteinpflaster. „Für die Anwohner gab es dringenden Handlungsbedarf“, sagt Zylla. Auch die Fahrgäste im Bus werden die glatt asphaltierte Straße zu schätzen wissen.
Die Baukosten lagen bei rund 1,2 Million Euro brutto. Diese wurden nicht nur in eine neue Fahrbahn investiert, es gibt nun auch Gehwege und man achtete auf den Schutz der Bäume. Hinzu kam eine unterirdische Regenentwässerungsanlage mittels Speicherblockrigolen und Kanalleitungen. Ökonomisch wie ökologisch sinnvoll, es konnten viele der Granitbordsteine geborgen und wieder verbaut werden. Auch neu ist die Beleuchtung, die Masten nicht. Die Leuchtmittel leuchten warmweiß. „Also Insektenfreundlich“, sagt Zylla.
Endlich ein Gehweg, der den Namen auch verdient
Für die Baumaßnahme wurden rund 1.550 Kubikmeter Boden bewegt. Die Baumaßnahme hatte eine besonders hohe Priorität, erklärt Bürgermeister Heiko Richter (parteilos) bei der Freigabe der Straße. Es liegen ein Gesundheitszentrum, Seniorenwohnanlage, Kita und eine Grundschule an. Kinder, Senioren und bewegungseingeschränkte Menschen nutzen dieses Straßenstück sehr häufig. Bisher, so erklärt Zylla, gab es hier noch nicht mal einen Gehweg, schlecht für Menschen, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind.
Der Ausbau der Verbindung von der Landesstraße, der Falkenhagener Straße, bis zu Sammelstraße Fehrbelliner Straße, war auch wichtig, weil diese Kreuzung nach starken Regenfällen regelrecht unter Wasser stand. „Da wusste man als Fußgänger oder Radfahrer nicht, wie man rüberkommen sollte“, sagt Zylla.
Der Krumme Luchweg führt von der Falkenhagener Straße bis zum Havelländer Weg und war zuvor durchgängig mit Kopfsteinpflaster gepflastert. Ob und wann das verbliebene Teilstück eines Tages durch eine Asphaltdecke ersetzt wird, konnten der Verwaltungschef und der Baudezernent nicht sagen.
Ebenfalls unbekannt ist das Alter der Kopfsteinpflasterung. Ganz sicher, so Zylla, gab es die Straße so schon zu DDR-Zeiten. „Sie war aber damals schon sehr hochwertig gebaut worden“, erklärt Zylla weiter. Was blieb, der Krummer Luchweg ist auch weiter krumm. Der Begriff Luch kommt übrigens aus dem nordostdeutschen Sprachgebrauch und wird besonders gern in Brandenburg genutzt und bezeichnet eine vermoorte Niederung.





