Kröten, Frösche, Molche etc. – Was ist da los zwischen Hohennauen und Parey?
Es sind keine erschreckenden Zahlen, sondern solche, bei denen sich Naturparkwächter im Westhavelland positiv überrascht am Kopf kratzen dürften. Eine Population ist geradezu explosionsartig gewachsen.
Seit 25 Jahren wird an der Landstraße zwischen Parey und Hohennauen ein Krötenzaun aufgebaut – meist ab März, mitunter schon im Februar. Es werden ferner Eimer eingegraben, in die wandernde Amphibien fallen. Die Eimer werden regelmäßig geleert, die Tiere dabei gezählt und ihre Art bestimmt. Danach werden sie bis in den Mai über die Straße getragen, damit sie bei ihrer Wanderschaft nicht überfahren werden. Noch bis 2016 belief sich die Gesamtzahl auf jährlich etwa 5.000 Tiere, denen über die Landstraße geholfen wurde. Dann setzten Dürrejahre ein.
In den Jahren 2019 und 2020 konnten je nur noch knapp unter tausend Amphibien gerettet werden. Im Frühling 2021 (3. März bis 17. Mai) waren es 1.181 Tiere, davon allein 1.060 Knoblauchkröten. Weit abgeschlagen alle anderen Amphibien: 64 Wasserfrösche, 33 Moorfrösche, 15 Erdkröten und neun Grasfrösche. Teichmolche waren überhaupt nicht in die Eimer gefallen.
Die Eimerzeit 2026 begann am 26. Februar und endete am 3. Mai. Diesmal wurden insgesamt 8.244 Tiere über die Straße gebracht. Grasfrösche (86), Erdkröten (36) und Wasserfrösche (17) waren weiterhin eher verschwindend gering vertreten. Gerettet wurde auch ein Kammmolch. Erstaunlich hoch war die Zahl der Moorfrösche mit 1.362 – Platz 3. Auf den zweiten Rang kamen Knoblauchkröten mit 1.947. Platz 1 ging mit 4.795 an die Teichmolche.
Die 2026er Bilanz fällt insgesamt positiv auf, wobei das Ergebnis aber nicht an das des Vorjahrs (12.688 Amphibien) heranreicht. Rotbauchunken wie 2024 (zwei) und 2025 (eine) tauchten diesmal nicht in den Eimern auf. Einen Kammmolch hatte es auch schon 2025 gegeben – nach 14 Jahren erstmals wieder nachgewiesen.





