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Freitag, 8. Mai 2026

Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg (EKMB) wählt Dr.-Ing. Thomas Götze zum neuen Präses​

Potsdam Mittelmark
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Das neu gewählte Präsidium: Präses Dr.-Ing. Thomas Götze mit seinen Stellvertreterinnen Birgit Erken (li) und Pfarrerin Dr. Christiane Moldenhauer bilden das neue Präsidium. Foto: EKMB/Juliane Menzel

Die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg (EKMB) hat in ihrer Frühjahrstagung den Brandenburger Dr.-Ing. Thomas Götze einstimmig zu ihrem neuen Präses gewählt.

In seiner dritten Legislaturperiode will er sein Engagement an der Spitze des Kirchenkreises fortsetzen. In seiner Antrittsrede benannte er zentrale Schwerpunkte für seine Amtszeit: eine vorausschauende Planung mit Augenmaß, die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements sowie die Rolle der Kirche „als wichtige Würze in der Gesellschaft“.​

Nach 25 Jahren im Amt übergab Alt-Präses Stefan Köhler-Apel die Leitung der Synode an seinen Nachfolger Thomas Götze. Der erfahrene Synodale übernimmt die Aufgabe mit Respekt und Zuversicht. Künftig wird er die Geschicke des Kirchenkreises lenken. Ein besonderes Anliegen ist ihm, Menschen nachhaltig zusammenzubringen und Begegnungsräume zu schaffen. Unterstützt wird er dabei von seinen beiden Stellvertreterinnen Brigit Erken aus Beelitz und Pfarrerin Dr. Christiane Moldenhauer aus Bad Belzig. Gemeinsam bilden sie das Präsidium der Synode. Auch der Kreiskirchenrat wurde neu gewählt; zusammen werden die Gremien mit den Synodalen die Zukunft des Kirchenkreises gestalten.

Der Kirchenkreis steht vor großen Herausforderungen

Die Mitgliederzahlen im Kirchenkreis sinken schneller als erwartet – die Herausforderungen wachsen. In der kommenden Legislaturperiode wird es daher neben Struktur- und Personalfragen vor allem um die inhaltliche Ausrichtung in einer zunehmend kirchenfernen Gesellschaft gehen.

Gleichzeitig bleibt der Anspruch klar: Gesellschaft braucht Kirche. Sie gibt Orientierung in Sinn- und Wertefragen, stärkt den Zusammenhalt und steht Menschen in Krisen zur Seite – als „Salz der Erde“, als Würze der Gesellschaft. Gerade in einer säkularen Umgebung wird es darauf ankommen, diese Rolle neu zu gestalten. Der Kirchenkreis will diesen Wandel aktiv angehen und die Hoffnung von Ostern Schritt für Schritt ins Heute tragen.

Thomas Götze und sein Glaube

Der 1958 geborene Thomas Götze ist in der Domgemeinde Brandenburg verwurzelt und seit zwölf Jahren Mitglied der Kreissynode. Von Kindesbeinen an mit der Kirche verbunden, fand er nach einer Phase der Distanz im Zuge des „Aufbruchs 1989“ wieder neu zur Kirche. „Den politischen Anspruch aus der Wendezeit, das ‚Protestantische‘, habe ich bis heute nicht abgelegt. Kirche soll politisch sein – allerdings nicht parteipolitisch“, betont er.

Seine persönliche Glaubenserfahrung beschreibt er als geprägt von der „Freiheit eines Christenmenschen“. Daraus leitet er zentrale Haltungen ab: Gottvertrauen, die Fähigkeit zu vergeben – sich selbst und vor allem anderen – sowie die Bereitschaft, sich auch einmal zurückzunehmen. „Als Gottes geliebte Kinder sind wir wichtig genug“, sagt Götze.

„Ich fühle mich vom Leben reich beschenkt“

Thomas Götze ist verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern und Großvater von fünf Enkeln. In seiner Freizeit findet er Ausgleich beim Radfahren, Paddeln und Schwimmen. Musik ist für ihn eine wichtige Kraftquelle; er singt in mehreren Chören.

Der promovierte Maschinenbauingenieur für Antriebstechnik begann seinen beruflichen Weg in einem Ingenieurbüro für Sondermaschinenbau in der Schiffsproduktion, nachdem ihm zunächst eine Promotion verwehrt blieb. Nach der Wende wechselte er an die neu gegründete Fachhochschule Brandenburg und schlug dort eine wissenschaftliche Laufbahn ein. 2004 promovierte er an der Universität Karlsruhe. Es folgten ein Ruf an die Hochschule Magdeburg-Stendal im Jahr 2007 sowie 2015 der Rückruf an die heutige Technische Hochschule Brandenburg. Zwei Jahre später wurde er Dekan des Fachbereichs Technik. Seit 2024 ist er im Ruhestand, übernimmt jedoch weiterhin Lehrveranstaltungen im Wintersemester.

Durch kleine Gitterstäbe hindurch ist ein Hahnenkopf zu sehen. Der Hahn ist dunkelbraun mit einem roten Kamm.

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