Ketziner Fischerman 2026 fand trotz Hitze statt
„Super tolle Organisation, ein dickes Lob den Helfern unterwegs, besonders für die Wasserversorgung“, schwärmte am Sonntagmittag, 28. Juni 2026, Kerstin Schröder (Jahrgang 1956) vom VfV Spandau bei 33 Grad im Schatten am Ketziner Havelstrand. Sie hatte gerade als Schnellste (1:15:08) in ihrer Altersklasse (70+) beim 8. Ketziner Fischerman während der Siegerehrung von Bürgermeisterin Katrin Mußhoff die Urkunde entgegengenommen – und von Fischermeister Lutz Schröder als Älteste einen dicken Räucheraal als Lob und Anerkennung. Sie habe an allen acht Ketziner Triathlons teilgenommen und will bis zur 10. Veranstaltung unbedingt dabei sein, versicherte sie.
Es war für die Bürgermeisterin, den Sportbeauftragten Burkhard Severon und Marco Melich vom Veranstaltungsservice Ketzin angesichts der angesagten Rekordtemperaturen eine schwere Abwägung und Entscheidung, die in ganz Deutschland beliebte Sportveranstaltung stattfinden zu lassen. Sie fand statt, allerdings in verkürzter Form.
Kein Problem waren die 600 Meter Schwimmen, bei 26,2 Grad plus Wassertemperatur der Havel. Die Radstrecke wurde von 20 auf 14 Kilometer und die Laufstrecke von 5 auf 2,7 Kilometer verkürzt. „Die Verkürzung war angemessen“, meinte die Siegerin des Tages, Franziska Bernhard (46:09) vom Zeppelin Team OSC Potsdam und schwärmte „die Atmosphäre war super, und so viele Helfer an der Strecke.“
Die Organisatoren hatten wohl mit der Streckenverkürzung und der Absage für den Swim&Run für Kinder einen guten Kompromiss gefunden. Hitzebedingte gesundheitliche Probleme mussten im großen Sanitätszelt nicht behandelt werden. Seitens der Veranstalter hatte es immer wieder Aufforderungen an die Aktiven gegeben, sich bei der Hitze nicht selbst zu überschätzen.

Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer, zusätzliche Wasserversorgungsstellen und Duschen sowie zusätzlich eingesetzte Sanitäter führten zu einer Veranstaltung, zu der rund 550 Teilnehmer angemeldet waren und auf die sie sich schon ein ganzes Jahr gefreut hatten, denn die Plätze waren wenige Minuten nach Öffnung des Anmeldeportals vergeben. Und das an Teilnehmer aus allen Regionen Deutschlands von Hamburg über Sachsen bis Bayern.
Immer wieder wurden die familiäre Atmosphäre und die perfekte Organisation gelobt, so auch vom Tagessieger Jan Fuckerirer (40:06) vom Eckernförder MTV. „Die Teilnahme hat auf jeder Fall Spaß gemacht, bin nächstes Jahr wieder dabei“, lobte er. Hohen Anteil daran haben auch die Zachower Sportgruppe, deren Kuchenbüfett keine Wünsche offen ließ, und die Mitglieder des SC Ketzin, die für Deftiges vom Grill sorgten.
Neue Ketziner Stadtmeister
Schön, dass diese herausfordernde Sportveranstaltung auch in ihrer achten Auflage nichts an Attraktivität im Umland verloren hat. So wurden unter anderen 140 Teilnahmemeldungen aus Potsdam, 37 aus Falkensee und 27 aus Nauen gezählt. Für die 25 Ketziner war das sportliche Event gleichzeitig die Stadtmeisterschaft. Die drei Disziplinen hatte Florentin Münstermann (M 30, 48:51) vom Ketziner Lauftreff als Schnellster absolviert. Auf den Plätzen folgten Martin Hübner (M 40, 55:54) und Maximilian Hübner (M 20, 58:30). Ketziner Stadtmeisterin wurde Louisa Kliche (W 20, 57:43). Die Plätze zwei und drei belegten Anke Meißner-Koch (W40, 59:36) und Stefanie Schulze Buschhoff (W 60, 1:00:12).





