Keine Versteigerung des Areals der Deutschen Bahn mit Kleingärten an der Potsdamer Landstraße
Die Kleingärtner an der Potsdamer Landstraße können erst einmal aufatmen. Bei einer öffentlichen Grundstücksversteigerung in Berlin am 27. März https://brawo.de/news/kleingaerten-in-der-potsdamer-landstrasse-unter-dem-hammer/ fand sich kein Interessent für ein großes Areal entlang der Bahnstrecke Richtung Werder, auf dem auch ihre Gärten liegen. Insgesamt 2,1 Hektar wollte die Deutsche Bahn verkaufen, scheiterte aber.
Das könnte zum einen am Preis gelegen haben. 65.000 Euro waren als Mindestgebot aufgerufen worden. Dafür hätte man drei nicht verbundene Grundstücke bekommen, die alle an der Potsdamer Landstraße und teilweise in Vogel- und Biotopschutzgebieten liegen. Ausgerechnet das Areal mit den Kleingärten befindet sich wegen des Jakobsgrabens im Hochwassergefahrengebiet.
Baurecht gibt es außerdem nicht, denn das Areal unterliegt noch der Planungshoheit des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) und nicht der der Stadt Brandenburg an der Havel. Ob diese Zuständigkeit irgendwann wechselt, ist offen. Zuletzt war das EBA zurückhaltend, wenn es um solche Entscheidungen ging, die mit einer Freistellung von Bahnbetriebszwecken einhergehen. Eine recht neue Gesetzesänderung könnte dies aber wieder erleichtern. Noch aber gebe es keine Erfahrungswerte bei der Anwendung, heißt es im Exposé.
Das Risiko, für 65.000 Euro auf Flächen sitzenzubleiben, die nicht durch Bebauungspläne wertvoller werden können, wollte am Freitag in Berlin offenbar keiner eingehen. Für die nächsten beiden Monate bleibt das Objekt beim Auktionshaus Deutsche Grundstückauktionen AG in der Nachauktion. So lange können sich Interessenten noch melden.





