Herr von Stechow zu Stechow im Havelland
Kirche sowie Pfarrhaus und -garten in Stechow (bei Rathenow): Im Ursprung wie heute sind sie mit der Familie von Stechow verwoben. Das erschließt sich bestens am Sonntag, 21. Juni 2026.
Die Kirche aus dem 15. Jahrhundert geht vermutlich auf einen Eggert von Stechow zurück. Zeitzeugen der Geschichte sind Grabmäler auf dem Friedhof rings ums Gotteshaus. Auf nachträglich platzierten kleinen Platten gut lesbar sind die Namen zweier männlicher Vertreter der Patronatsfamilie – Christoph Ferdinand von Stechow (1678-1721) und Joachim Christoph von Stechow (1677-1707). Waren es Brüder, vielleicht die des 1687 geborenen Caspar Heinrich von Stechow, der sich in Geldnot befand und per Verkauf vom Besitz verabschiedet hatte? Antworten darauf gibt es auf dem Friedhof nicht. 1725 übernahmen die von Bredow den Stechower Besitz. Kein Adel im Dorf gab es ab 1945.
Bald nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung hat der 1942 in Bad Salzungen (Thüringen) geborene Friedrich-Leopold von Stechow das frühere Stechower Pfarrhaus erworben, um es zu eigenen Wohnzwecken umbauen zu lassen. Im 2004 gegründeten Förderverein Dorfkirche Stechow/Havelland e.V. übte er lange den Vorsitz aus. In diese Zeit fällt die bis 2021 erfolgreich vollzogene Sanierung der Dorfkirche, die an diesem Sonntag, 21. Juni 2026, einmal mehr zur Kulturstätte wird.

Der Förderverein lädt zur „Musikalischen Reise durch das alte Berlin“ ein. Unter dem Motto „Hermann, Ernst und Waldemar“ gastieren die Berliner Sopranistin Cornelia Zerm und der Pianist Stephan Hebold mit Altberliner Lieder und Chansons im Gotteshaus. Das Programm beginnt um 14.30 Uhr. Eintritt frei, Spenden zum Erhalt der Dorfkirche erbeten! Anschließend geht es zu Bratwurst, Kuchen, Kaffee und anderen Getränke in den Pfarrhausgarten der Familie von Stechow. Zuletzt gastierte der havelländische Landrat im Dorf.





