Gartenarbeit und Kultur auf historischem Friedhof
Der historische Friedhof in Rathenow ist weit mehr als eine Begräbnisort. Hier treffen sich Kultur-, Geschichts- und sogar Gartenfreunde. Für Samstag, 18. April 2026, wird zur Teilnahme am nächsten „Kulturgärtnern“ aufgerufen.
Los geht es um 9.00 Uhr. Mitzubringen sind nach Möglichkeit große und kleine Gartengeräte, um Laub und Wildwuchs zu entfernen. Als Dank für die Pflegearbeiten kann ab ca. 12.00 Uhr ein Imbiss im denkmalgeschützten Torhaus eingenommen werden. Es markiert seit jeher den Eingang zum in den 1730er Jahren angelegten Friedhof. Hier bestehen zahlreiche historische Grabstätten. Für deren Erhalt engagiert sich der Memento e.V. unter Leitung von Stefan Nitsche – im Hauptberuf der Stadtarchivar. Der Verein hat vor etlichen Jahren das „Kulturgärtnern“ initiiert.

Ferner tritt der Verein unter anderem auch als Konzertveranstalter in Erscheinung – so am Sonntag, 19. April. Kenner klassischer Klanglandschaften und musikalischer Geschichten ohne Worte kommen in den Genuss eines Konzerts mit dem Berliner Jaspar Libuda. Ab 16.00 Uhr entführt er mit dem für ihn speziell umgebauten fünfsaitigen Kontrabass, Live-Elektronik und Loopstation in eine besondere Musikwelt. In seine Kompositionen für Konzertmusik, Alben, Film und Tanztheater lässt er viele Musikrichtungen einfließen.
Um seine Klangvorstellung von großen Klangräumen umsetzen zu können, eignen sich besonders Konzerte in großen Kirchen, so zum Beispiel im Greifswalder Dom, in der Spandauer Nikolaikirche und der Auferstehungskirche in München. Nun gastiert Jaspar Libuda auf Einladung des Memento e.V. in der Auferstehungskirche auf dem historischen bzw. evangelischen Friedhof in Rathenow.





