Frieden im ländlichen Raum? – Klare Regeln zur Bejagung von Wölfen
Per neuem Bundesgesetz würden jetzt klare Regeln bestehen, um Wölfe zu bejagen. Darauf macht der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke aufmerksam. Vor beinahe zehn Jahren hatte ein einsamer Wolf in Rathenow für Aufsehen gesorgt.
Durch die Gesetzesänderung bekämen Jäger und Jagdbehörden praktikable Instrumente für ein effektives Wolfsmanagement an die Hand, so Steineke zur am 5. März 2026 im Bundestag erfolgten Änderung des Bundesjagdgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes. Für Brandenburg lässt er wissen, dass die hiesige Wolfspopulation im Bundesvergleich vergleichsweise mit am höchsten sei. Im Land gebe es bestätigte 54 Rudel und sechs Wolfspaare.
Nach Ausrottung kamen vor fast 20 Jahren wieder wild lebende Wölfe in Brandenburg zur Welt. Laut Angaben des Landesamts für Umwelt gab es ab 2007/2008 ein märkisches Wolfspaar. Zehn Jahre später waren es bereits zwölf Paare mit 84 Welpen. Es wurden 26 Rudel registriert und 38 Territorien.
Inzwischen bestehen Wolfsreviere auch in der Döberitzer und der Klietzer Heide. Im Dezember 2016 spazierte ein Wolf durch den Westen der Stadt Rathenow. Er wurde in einer dortigen Waschanlage abgelichtet und dabei gefilmt, wie er völlig arglos an Eigenheimen vorbeilief. In Erinnerung blieb auch, dass er im Garten einer Kindertagesstätte gesichtet wurde. Wahrscheinlich handelte es sich um ein Jungtier, das von dannen war, ehe es als sogenannter „Problemwolf“ hätte vor eine Flinte laufen können. Mitte Januar 2026 verendeten zwei junge Wölfe nach Kollision mit einem Auto an der Bundesstraße B5 zwischen Rohrbeck und Dallgow-Döberitz.
Egal ob männlich und weiblich, verlassen Jungtiere im Alter von etwa zwei Jahren ihre Geburtsreviere und begeben sich auf Wanderschaft. Sie suchen ein eigenes Revier sowie eine Partnerin bzw. einen Partner. Auf diese Weise breiten sich Wölfe immer weiter aus. Gerade in ländlichen Gegenden kann das für Unmut sorgen. „Infolge der gestiegenen Zahl an Wölfen in Deutschland wurden immer mehr Weidetiere von Wölfen getötet, neben Schafen und Ziegen auch Rinder und Pferde“, so Sebastian Steineke. Vielerorts hätten die Menschen für die unkontrollierte Ausbreitung kein Verständnis mehr. Im Gesetz sieht er einen wichtigen Schritt, um im ländlichen Raum die Konflikte um den Wolf zu befrieden.





