Frauenwoche 2026 im Havelland: Wo für Gleichstellung niemand zuständig ist
Augenscheinlich tickt Falkensee frauenpolitisch anders als der Rest des Landkreises Havelland. Das zeigt sich aktuell zu den jetzt anstehenden Brandenburgischen Frauenwochen 2026.
Diese stehen unter dem diesjährigen Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“. Falkensees Gleichstellungsbeauftragte, Juliane Wutta-Lutzmann, räumte im Januar ein, dass das Motto zunächst Skepsis auslösen könne, zeigte sich aber überzeugt, dass sich dennoch viele Menschen damit identifizieren könnten: „Wenn Ungerechtigkeit und Diskriminierung uns nicht mehr wütend machen, wenn die Menschen gleichgültig werden, wenn es ihnen selbst oder anderen Menschen schlecht geht, dann haben wir als Gesellschaft ein Riesenproblem. Die Wut braucht Raum, damit sich Dinge verändern können. Das gilt insbesondere für Frauen und Mädchen, die von kleinauf eher zur Zurückhaltung angehalten werden.“
Auf der Internetseite des Frauenpolitischen Rats in Brandenburg trudeln eher zögerlich Veranstaltungstermine für den Landkreis Havelland ein, die meisten für Falkensee. Frauenpolitisch ragt das Diskussionsformat am 7. März, 10.00 bis 14.00 Uhr, im Falkenseer Kulturhaus „Johannes R.Becher“ heraus. Hier ist auch zu hören, was die beiden Vorgängerinnen der heutigen Gleichstellungsbeauftragten, Edeltraut Funke und Manuela Dörnenburg, aktuell zu sagen haben.
Indessen gibt es nicht nur in Falkensee eine Gleichstellungsbeauftragte. Die des Landkreises Havelland heißt Bianca Lange. Auf Gemeindeebene ist beispielsweise Nancy Bublitz in der Kreisstadt Rathenow für Gleichstellung zuständig. Nauen hat niemanden. In Brieselang ist die Stelle aktuell unbesetzt. Interessierte könnten sich an die Gemeindeverwaltung wenden, wie es auf der Brieselanger Internetseite heißt.





