Feierliche Wiedereröffnung der alten Plauer Brücke
Oberbürgermeister Daniel Keip, die Bürgerinitiative „Alte Plauer Brücke“ und der UBV Plaue e. V. hatten am Montag zur Übergabe der sanierten „alten“ Plauer Brücke eingeladen, die nun wieder als Fuß- und Radwegverbindung nutzbar ist und damit die Lücke im Havelradweg schließt.
An der feierlichen Eröffnung nahmen neben vielen Interessierten auch Brandenburgs Kulturministerin Dr. Manja Schüle, Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg, Plaues Ortsvorsteher Udo Geiseler, Hartmut Logemann von der Bürgerinitiative „Alte Plauer Brücke“, und Torsten Braun vom Unabhängigen Bürgerverein Plaue e.V. (UBV) teil. Sie alle freuten sich in ihren Grußworten über den Erhalt der alten Plauer Brücke und dankten den Plauern, allen Unterstützern und Spendern und insbesondere der Bürgerinitiative „Alte Plauer Brücke“ und dem UVB für ihr jahrelanges Engagement und ihr Durchhaltevermögen.
Manja Schüle, ihr Ministerium Schüle hat die denkmalgerechte Sanierung von Brückenteilen 2024 und 2025 mit 35.000 Euro aus der Denkmalhilfe sowie aus Lottomitteln gefördert, hatte neben Dankesworten auch eine persönliche Geschichte dabei. Vor zehn Jahren hatte sie ihrem Mann auf der Brücke das Ja-Wort gegeben und in der Plauer Kirche geheiratet. Deshalb seien Plaue und auch die Brücke für sie etwas ganz Besonderes.
Die 1903 bis 1904 erbaute Plauer Brücke ist eine der wenigen Brücken aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die Stahlfachwerk-Brücke hat eine Länge von 130 Metern und eine Breite von knapp elf Metern. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der mittlere Teil der Brücke zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut.
Im Jahr 2002 wurde der Straßenbahnverkehr über die Brücke eingestellt und der Autoverkehr über die neu gebaute Westhavellandbrücke geführt. Die denkmalgeschützte Stahlfachwerkbrücke musste schließlich wegen starker Korrosion komplett gesperrt werden. Im Oktober 2020 begannen an der denkmalgeschützten Brücke die Sanierungsarbeiten.
Doch auch wenn die Brücke nun wieder freigegeben ist, sind noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen. So fehlen noch 50 der insgesamt 60 Teile des historischen Jugendstil-Brückengeländers. Dafür engagieren sich der UVB und die Bürgerinitiative Alte Plauer Brücke, unterstützt von der Metallbau Windeck GmbH, die die Geländerteile restauriert und auch schon selbst Elemente gespendet hat. Die noch fehlenden Teile sollen nach und nach restauriert und dann wieder ergänzt werden.
Eine gute Gelegenheit, die alte Plauer Brücke zu erkunden, ist am 3. Mai von 14 bis 17 Uhr, wenn zum Brückenpicknick eingeladen wird.





