Einwohnerbefragung zum Windpark
Reetz/Reppinichen. Zwischen Reetz und Reppinichen ist ein Windpark mit elf großen Windenergieanlagen im Gespräch. Die Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark entscheidet darüber, ob sie das durch Aufstellung eines Bebauungsplans möglich macht oder nicht.
„Dies ist keine einfache Entscheidung, denn sowohl für als auch gegen den Windpark gibt es gute Gründe“, teilte Johannes Blatt, Gemeindevertreter und Vorsitzender der AG Energie in Wiesenburg/Mark, mit. „Windkraft ist eine der wirtschaftlich günstigsten und ökologisch sinnvollsten Formen der Energieerzeugung. Um den Klimawandel und damit Dürren, Flutkatastrophen und Artensterben aufzuhalten, müssen erneuerbare Energien so schnell wie möglich die fossilen ersetzen. Aber muss das hier im Naturpark und im Landschaftsschutzgebiet sein – gibt es nicht besser geeignete Flächen? Immerhin handelt es sich hier nicht um ein Windvorranggebiet.“
Es geht um die Zukunft des Dorfes
Politik, auch Kommunalpolitik muss unterschiedliche Interessen, Ziele und Güter miteinander abwägen und nicht selten auch unangenehme Entscheidungen treffen. Um in dieser schwierigen Situation so gerecht und demokratisch wie möglich vorzugehen, hat die Gemeinde Wiesenburg/Mark zweierlei beschlossen: „1. Reetz, Reetzerhütten und Reppinichen liegen in unmittelbarer Nähe der geplanten Windräder. Hier wären die Auswirkungen auf Landschaft, Mensch und Natur am stärksten. Falls der Windpark kommt, sollen aus den damit verbundenen Einnahmen der Gemeinde etwa 600.000 Euro jährlich in diese Ortsteile fließen“, erklärt Johannes Blatt. „2. Ob der Windpark kommt oder nicht soll nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werden. Deshalb führt die Gemeinde in den Ortsteilen Reetz, Reetzerhütten und Reppinichen eine Einwohnerbefragung durch. Alle mit Hauptwohnsitz gemeldeten Einwohnerinnen und Einwohner dieser drei Orte ab 16 Jahren dürfen bis zum 13. März per Briefwahl abstimmen, ob sie den Windpark befürworten oder nicht. Auf der Basis des Votums aus den Ortsteilen entscheidet die Gemeindevertretung, ob das Projekt Windpark weiter verfolgt wird oder nicht“, teilt Johannes Blatt weiter mit.





