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Donnerstag, 16. April 2026

Ein Leben im Dienst der Gemeinschaft

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Karl-Heinz Ewald33
Karl-Heinz Ewald verstarb am 24. Februar 2026. Bildquelle: Alexander Jung

Garlitz, die Gemeinde Märkisch Luch sowie das Amt Nennhausen trauern um Karl-Heinz Ewald (1950-2026). Er war Feuerwehrmann durch und durch. So geht es aus dem Nachruf hervor, den Amtsdirektorin Ilka Lenke und Amtswehrführer Holger Püschel verfassten und der hier im Wortlaut zu lesen ist.

„Karl Heinz Ewald – ein Mensch, der sein Leben in den Dienst der Gemeinschaft gestellt hat und dessen Wirken weit über seine aktive Zeit hinaus Bestand haben wird. Im Jahr 1982 trat Kalle, wie wir ihn liebevoll nannten, in die Freiwillige Feuerwehr Garlitz ein. Was damals begann, war nicht nur der Eintritt in eine Organisation, sondern der Beginn einer jahrzehntelangen Berufung. Mit Herz, Verstand und unermüdlichem Engagement prägte er die Feuerwehr Garlitz wie kaum ein anderer.
1990 war er maßgeblich an der Gründung der Jugendfeuerwehr der FF Garlitz beteiligt und übernahm als Jugendwart Verantwortung für den Nachwuchs. Mit Geduld, Begeisterung und Vorbildfunktion legte er den Grundstein für viele junge Kameradinnen und Kameraden, die durch ihn nicht nur feuerwehrtechnisches Wissen, sondern auch Werte wie Kameradschaft, Verantwortung und Zusammenhalt erlernten.

1993 wurde Karl Heinz zum Ortswehrführer der Feuerwehr Garlitz ernannt – eine Aufgabe, die er mit Weitsicht, Führungsstärke und großer Menschlichkeit erfüllte. Von 2003 bis 2015 war er zudem stellvertretender Amtswehrführer im Amt Nennhausen. In dieser Zeit leitete er zahlreiche Einsätze und bewies immer wieder Ruhe, Entschlossenheit und fachliche Kompetenz – auch in schwierigsten Situationen. Ob beim Brand einer Scheune am Neuen Ende in Garlitz, der alten Schnitter-Kasernen in Barnewitz oder anderen größeren Lagen im Amtsgebiet – Karl Heinz war zur Stelle. Ebenso bei vielen technischen Hilfeleistungen, auch bei Einsätzen mit eingeklemmten Personen, zeigte er vollen Einsatz. Für ihn war es selbstverständlich zu helfen – ohne zu zögern.

Von 2003 bis 2018 war er als Ausbilder in der Truppmann-Ausbildung tätig. 168 Kameradinnen und Kameraden vermittelte er die Grundtätigkeiten der Feuerwehr. Jeder Einzelne von ihnen trägt heute ein Stück seines Wissens und seiner Erfahrung weiter. Als studierter Forstwirtschaftsmeister brachte er zudem seine besondere Fachkenntnis ein und bildete im Amtsgebiet 130 Kettensägenführer/innen aus – eine Leistung, die nicht hoch genug geschätzt werden kann. Mit 57 Jahren besuchte er 2007 die Landesfeuerschule und absolvierte erfolgreich die Ausbildung zum Verbandführer – ein beeindruckendes Zeichen dafür, dass Lernen und Weiterentwicklung für ihn niemals aufhörten.

Die Garlitzer verdanken Karl Heinz auch den Umbau des Gerätehauses in den Jahren 2007 bis 2008, für den er sich mit großem Engagement eingesetzt hat. Sein Blick galt stets der Zukunft und der bestmöglichen Ausstattung seiner Feuerwehr.

Doch Karl Heinz war nicht nur Führungskraft und Ausbilder – er war Kamerad mit Leib und Seele. Mit Kampfgeist und Euphorie stand er bei vielen Feuerwehrwettkämpfen auf dem Platz und trainierte Jugend-, Frauen- und Männermannschaften. Er motivierte, förderte und lebte den Teamgeist vor.
Wir können Karl Heinz Ewald mehr als dankbar sein für seine geleistete Arbeit. Er hat Generationen geprägt, Strukturen geschaffen und Werte vermittelt, die bleiben. Sein Wirken hat Spuren hinterlassen – in der Feuerwehr, in der Gemeinde und in unseren Herzen.

Wir verlieren mit ihm nicht nur einen verdienten Feuerwehrmann, sondern einen Menschen, der für Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und unerschütterlichen Einsatz stand.“

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