Ehrenamtliche Hospizhelfer des Hospizbewegung Brandenburg e.V. begleiten schwerkranke Menschen
Wenn Menschen in ihre letzte Lebensphase eintreten, dann brauchen sie neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung auch jemanden, der ihnen und ihren Angehörigen Zeit, Zuwendung und ein offenes Ohr schenkt.
An dieser Stelle kommen die ehrenamtlichen Hospizhelfer des Hospizbewegung Brandenburg e.V. ins Spiel. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, schwerkranken Menschen ihre letzte Zeit so angenehm und selbstbestimmt wie möglich zu gestalten. Ihnen geht es darum, einige schöne Stunden mit ihnen zu verbringen und auch die Angehörigen ein Stück weit zu entlasten. Zu den Tätigkeiten der ehrenamtlichen Hospizbegleiter gehören zum Beispiel gemeinsame Gespräche, das Vorlesen oder gemeinsame Spaziergänge, aber auch Sitzwachen, damit die pflegenden Angehörigen einmal das Haus verlassen und etwas für sich tun können.
Manuel Lindner, Koordinatorin der ehrenamtlichen Hospizhelfer betont: „Unsere Ehrenamtler sind ausdrücklich für alle Menschen und ihre Angehörigen in der Stadt Brandenburg da, die eine schwere Diagnose bekommen haben und Hilfe brauchen. Das ist unabehängig davon, welches Ärzteteam oder welcher Pflegedienst den Patienten betreut. Unsere ehrenamtlichen Hospzbegleiter sind ein zusätzlichen Angebot, um schwerkranken Menschen und ihre Angehörigen in dieser schweren Zeit zu unterstützen.“
Derzeit gibt es im Hospizbewegung Brandenburg e.V. 32 aktive ehrenamtliche Hospizbegleiter im Alter zwischen 25 bis 82 Jahren. Ihre Beweggründe für ihr ehrenamtliches Engagement ist ganz verschieden, doch sie alle eint der Wille, die letzte Zeit im Leben eines Menschen so angenehm und würdevoll wie nur möglich mitgestalten zu wollen. Dafür haben sie eine insgesamt 100 Stunden umfassende – kostenfreie – Ausbildung absolviert, in der unter anderem die Themen „Umgang mit dem Tod“, „Kommunikation“ und „Krankheitsbilder“ vermittelt werden. Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung begleitet in der Regel ein ehrenamtlicher Hospizhelfer einen Patienten auf seinem letzten Weg für etwa zwei Stunden in der Woche.
Einzige Voraussetzungen für die ehrenamtliche Hospizbegleitung sind zuhören können, Empathie für anderen Menschen haben und die Bereitschaft zum regelmäßigen Umgang mit dem Tod. Die erfahrene ehrenamtliche Hospizbegleiterin Monika Herrmann beschreibt, was ihr das Ehrenamt dafür zurückgibt so: „Die Patienten sind sehr dankbar. Sie wollen mir immer noch die Hand drücken und mich umarmen und ja, da merkt man, da ist ganz schnell auch eine enge Beziehung aufgebaut.“
Wer die Hilfe der ehrenamtlichen Hospizhelfer in Anspruch nehmen möchte oder sich für ein Ehrenamt interessiert, ist herzlich eingeladen, sich unter info@hospizbewegung-brandenburg.de oder 03381/8909513 bei Koordinatorin Manuela Lindner zu melden.





