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Freitag, 4. September 2026

Der Erzbischof will es so: Pfarrvikar aus Rathenow wird Pfarradministrator in der Prignitz

Premnitz, Rathenow
Vikar Hartung2
Aufnahme vor einigen Jahren: Hier ist Markus Hartung bei geistlicher Arbeit in Rathenow zu sehen. 2016 wurde er Pfarrvikar, zum 1. März 2026 wird er zu einem Pfarradministrator in der Prignitz. Foto: Archiv Simone Weber

Kein Don Camillo, dennoch ein geistlicher Sympathieträger im westlichen Havelland: Neun Jahre lang betreute Markus Hartung die katholische Sankt-Georg-Gemeinde in Rathenow, zu der auch Christen aus Premnitz gehören. Mit einer 100-Euro-Spende nahm er Abschied aus der Region.​

​Als Pfarrvikar war Markus Hartung tätig – nicht aber als Pfarrer. Zwar leitete er beispielsweise Messen, entsandte Sternsinger, kümmerte sich um Seelsorge, nahm Beichten ab, brachte die Gemeinde durch die Corona-Zeiten und war zuzusagen der Priester vor Ort in der 2005 per Zusammenlegung geschaffenen Sankt-Georg-Pfarrgemeinde Rathenow-Premnitz. Sein direkter Vorgesetzter war aber der Pfarrer der „Heiligen Dreifaltigkeit“ in Brandenburg an der Havel, die mit Sankt Bonifatius in Bad Belzig eine von der katholischen Kirche als „Pastoralen Raum“ bezeichnete Großgemeinde bildet.

Markus Hartung folgt der Bitte des Berliner Erzbischofs. Es geht in die Prignitz. Heiner Koch macht den vormaligen Pfarrvikar zum 1. März 2026 zu einem Pfarradministrator und dadurch zu einer leitenden bzw. übergeordneten Verwaltungsinstanz. Auch in der Prignitz stehen die Vorzeichen auf zukünftig zu bildende „Pastorale Räume“, worüber der Nordkurier kürzlich berichtet hat. Demnach betrifft das die katholischen Gemeinden in Perleberg, Wittenberge, Pritzwalk, Meyenburg, Havelberg, Neustadt/Dosse, Wittstock/Dosse und Kyritz mit aktuell rund 3.000 Gläubigen.

Am Sonntag, 15. Februar 2026, wurde Markus Hartung im Havelland gen Prignitz verabschiedet. In Rathenow war es die letzte Heilige Messe mit ihm. Er bedankte sich bei der ganzen Gemeinde für die Unterstützung und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, auch weiterhin im Gebet mit ihr verbunden zu bleiben. 

Noch als hiesiger Pfarrvikar spendete er an dem Tag 100 Euro. Empfänger war der Förderkreis zum Wiederaufbau der evangelischen Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow, die bis in die 1530er Jahre katholisch war. Der Verein, dem auch zahlreiche nicht evangelische Leute als Mitglieder angehören, sammelt für die Neuanschaffung einer großen Schuke-Orgel, wie sie bis zur Zerstörung 1945 im Einsatz war.

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